Coombs Genealogies


Discovering our American and European Ancestors

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Niet vermeld bij:
E:\E-S009\genealogy\Grab_A_Site_downloads\stirnet\blount01.htm 
BLOUNT, Walter (I27347)
 
2
3rd Baron of Ixworth William le Blount was the son of 2nd Baron of Ixworth Gilbert le Blount and Alicia de Colekirke.1 3rd Baron of Ixworth William le Blount had Exning at Suffolk, England.2 He was son of Gilbert Blund.3 Also called Williamd.2 Also called Willelm Blund.3 He married _____ de Montcanisy, daughter of Hubert II de Montcanisy.1,3 3rd Baron of Ixworth William le Blount was born circa 1120?. He was Official of the honour of Eye under the future King Stephen.3 He was living between 1154 and 1189 In the time of Henry II.1 He succeeded his father as lord of Ashfield before 1166 at Suffolk, England.3 He held the fief of his father in 1166.4 He died circa 1169.3 
BLOUNT, William le 3rd Baron of Ixworth (I27311)
 
3
/euweb/beauchamp03.htm

John de Beauchamp, 2nd Lord of Hacche (b after 04.10.1304, d 19.05.1343) m. Margaret St. John (b c1308, d 19.11.1361, dau of John de St. John of Basing, 1st Lord)

(A) John de Beauchamp, 3rd Lord of Hacche (b 20.01.1329/30, dsp 08.10.1361) m. (before 1354/5) Alice Beauchamp (d 26.10.1383, dau of Thomas de Beauchamp, 3rd Earl of Warwick) (B) Cecily de Beauchamp (b c1321, d 07.06.1394) m1m1. Sir Roger Seymour m2. Richard Turberville of Bere Regis (C) Margaret de Beauchamp m. Thomas Challons (D) Eleanor de Beauchamp m1. Sir John de Meriet of Meriet (i) Sir John de Meriet (b 24.03.1345/6, d 26.07.1391) (a) Elizabeth Meriet (b 13.12.1386, dsp c1401) m2. Sir John le Blount of Sodington (b c1298, d 1358)  
BEAUCHAMP, John de 3rd Lord Hatche (I27351)
 
4
1 BIRT 2 DATE 25 JUL 1274 
BEAUCHAMP, John "Hoche" de 2nd Baron Hatche (I27352)
 
5
1 NAME Alice de /Warkworth/
1 DEAT
2 DATE BEF. 1235 
FITZROBERT, Alice (I27373)
 
6
1 NAME Piers /Fitzherbert/
1 DEAT
2 DATE 1 JUN 1235 
FITZHERBERT, Piers of Alcester and Berstaple (I27323)
 
7
13/12 89000.Auxerre
Il enleva sa femme avec l'appui du Pape. 
Family: Boudewijn I 'Bras de Fer' van VLAANDEREN, Comte de Flandres / Judith der Franken KAROLINGEN, Princess (F9676)
 
8
1st Baron St.John of Basing



file:///E:/E-S009/genealogy/Grab_A_Site_downloads/euweb/stjohn2.htm


(ii) John de St. John of Basing, 1st Lord (b c1273, d before 04.04.1329) m1. (before 1308) Isabel Courtenay (dau of Sir Hugh de Courtenay, Lord of Okehampton)  
SAINT JOHN, John de 1st Baron St.John of Basing (I27368)
 
9
1° femme 
?, Agane (I27515)
 
10
1° femme 
BEINES, Hiltrude de (I27698)
 
11
2° femme

euweb.dir\carolin1.html

F2. Css Adele de Vermandois, *Vermandois ca 910/915, +Bruges 10.10.960, buried in St Pierre Abby, Grand, Flanders; m.934 Ct Arnulf I of Flanders (*ca 889 +27.3.964)



also Adelaide and Adele 
VERMANDOIS, Adèle (=Alix) de (I27599)
 
12
2° femme

\Mittelalter DE.dir\judith_fraenkische_koenigin_+_843.html

Judith Fränkische Königin
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795-19.4.843
Altdorf Tours
Begraben St. Martin
Tochter des schwäbischen Grafen Welf und der Sächsin Eigilwicha (Heilwich)
Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 797
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Judith, Kaiserin
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+ 19. April 843
Begraben St. Martin
Tochter des Grafen Welf und der edlen Sächsin Eigilwi/Heilwig
Zweite Gemahlin Kaiser LUDWIGS DES FROMMEN
Erste Erwähnung Februar 819 anläßlich der Brautschau LUDWIGS unter den fränkischen Adelstöchtern und der folgenden Heirat in Aachen. Willensstark und sehr schön (Thegan 26: "pulchra valde"), gewann sie bald großen Einfluß auf LUDWIG, dem sie nacach der Tochter Gisela (819/22) den Sohn KARL (DEN KAHLEN) schenkte. Darauf bedacht, ihrem Sohn nebst seinen Brüdern aus 1. Ehe des Kaisers einen Reichsteil zu verschaffen, stieß LUDWIG auf ihr Betreiben seine ordinatio imperii (817) um, indem er statt der Drei- eine Vierteilung des Reiches vornahm und KARL 829 Schwaben, Elsaß und Teile Burgunds übertrug; er löste damit heftige innere Kämpfe aus, in denen die Söhne sich in wechselnden Allianzen gegen ihn und Judith erhoben. Besonders an Judith schieden sich die Geister: Bewunderern wie Walahfrid Strabo standen scharfe Gegner wie Wala von Corbie gegenüber, die unter der Anschuldigung des Ehebruchs mit dem Grafen Bernhard von Barcelona zeitweise sogar ihre Verbannung vom Hof bewirkten. Nach der Rückkehr setzte Judith die Bemühungen fort, KARL einen noch größeren Reichsteil zu verschaffen - mit dem Ergebnis, dass er schließlich 839 Westfranzien erhielt. Durch Judith war LUDWIG DER FROMME vom Verfechter der Reichseinheit zum Vorkämpfer der Reichsteilung geworden und das Geschlecht der WELFEN in die Spitzengruppe des großfränkischen Adels aufgerückt.
Literatur:
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E. Dümmler, Gesch. des Ostfrk. Reiches, 3 Bde, 1887-1888 - Fr. v. Bezold, Ksn. Judith und ihr Dichter Walahfried Strabo, HZ 130, 1924.
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Werner Karl Ferdinand: Seite 444
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr 1000 (1.-8. Generation)"
II. Generation
6 c
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Zur Familie Judiths ("Welfen", fränkisches Adelshaus im Metzer Raum) siehe J. Fleckenstein, in: Tellenbach, St. und V 7ff.
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Treffer Gerd: Seite 45-46
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"Die französischen Königinnen"
Judith - die Schönheitskönigin
Zweite Gemahlin Ludwigs des Frommen (* 778; Kaiser 814-840)
Geboren: 795, Altdorf - Heirat: 2. Februar 819 - + 19. April 843 Tours
Die Wahl Judiths zur Königin hat etwas Romanhaftes. LUDWIG läßt sich die hübschesten Frauen seiner Umgebung, soweit sie aristokratischer Familien angehören, vorführen und wählt unter ihnen ausgerechnet Judith. Ihre Familienverhältnisse sind nicht gerade einfach. Pippin der Kurze ist ihr Urgroßvater, andererseits ist der Sachsenkönig Widukind, den KARL DER GROSSE besiegt und dessen Tochter Gerswind er geheiratet hat, ihr Großvater. Ihr Vater, Graf Welf, der Begründer des Geschlechtes der WELFEN, besitzt große Güter in Schwaben und Bayern. Geboren wird Judith 795 in Altdorf. Wie Gerswind war sie nach der Niederlage Widukinds als Geisel an den Aachener Hof gekommen.
Die Hochzeit wird am 2. Februar 819 in der Pfalzkapelle gefeiert, die der Architekt Eudes aus Metz für KARL DEN GROSSEN entworfen hatte. Die Chronisten preisen den Liebreiz, die literarische und musikalische Bildung der neuen Königin, ihr Geschick und Beharrungsvermögen - Eigenschaften, die einerseits beachtlichen Einfluß auf ihren Mann sichern, die sie andererseits auch dringend braucht: Judith wird mit LUDWIG 25 Jahre lang ein Leben voller Ärgernisse, Anfeindungen und familiärer Zwistigkeiten teilen.
Judith bringt zunächst eine Tochter, Gisela (um 820), dann am 13. Juli 823 in Frankfurt einen Sohn, KARL, zur Welt. Normalerweise ist die Geburt eines Erben ein Ereignis, das in königlichen Häusern freudig begrüßt wird. Die Geburt KARLS aber stellt die Erbteilung in Frage, die LUDWIG DER FROMME 817 unter den 3 Söhnen seiner 1. Frau getroffen hatte. Ein 4. Sohn kann die Sache nur komplizieren, und Judith vergiftet das Klima noch zusätzlich dadurch, daß sie ihren Einfluß auf ihren Mann ausspielt, um ihren Sohn den vorteilhaftesten Anteil zu sichern. Judith läßt an den Hof ihres Sohnes KARL mehrere große Herren aus Bayern kommen, die dort den WELFEN-Clan bilden.
Wie zu erwarten, nehmen die Erben aus der 1. Ehe die neue Aufteilung nicht hin. Judith wird so zum Anlaß neuer Dramen. Am Hofe stützt sie sich auf Bernhard von Septimanien, den Grafen von Barcelona, und ihre Anhänger verdrängen die alteingesessenen Machthaber. Natürlich ruft das Opposition hervor. Man beschuldigt Judith und Bernhard, den Kaiser mit Hexerei zu beeinflussen und intime Beziehungen zueinander zu unterhalten.
Grafen und Geistliche nützen diese Rivalität im Königshaus. 830-831 wird LUDWIG I. abgesetzt. Sein Sohn LOTHAR aus 1. Ehe übernimmt die Macht. Judith wird nach Poitiers ins Heilig-Kreuz-Kloster verbannt, das Radegunde, die Gemahlin Lothars, gegründet hate. Ihre Familie und Parteigänger werden verfolgt. Im Oktober des folgenden Jahres aber stellt LUDWIG seine Autorität wieder her. Judith und Bernhard kehren zurück. Doch schon im Juni 833 wird LUDWIG erneut von seinem Sohn LOTHAR verdrängt, der eine neue Erbteilung durchsetzt. Judith wird diesmal nach Tortona in die Lombardei ins Exil geschickt. Seine anderen Söhne aber holen LUDWIG am 28. Februar 835 auf den Thron zurück. Judith kewhrt zurück und nimmt - von Verbrechen der Hexerei und des Ehebruchs reingewaschen, die sie nicht begangen hatte - im Königshaus ihren amgestammten Platz wieder ein..
Unter dem Einfluß Judiths zimmert LUDWIG für seinen Sohn KARL ein eigenens Reich, läßt ihn im September 838 zum König krönen, gibt ihm Maine und Aquitanien, als Pippin, der 2. Sohn aus 1. Ehe, am 13. Dezember stirbt. Zwei Jahre später, am 20. Juni 840 stirbt LUDWIG auf einer Rheininsel vor Ingelheim im Alter von 62 Jahren. Sein Tod belebt die alten Streitigkeiten neu. Judith fürchtet den Ehrgeiz LOTHARS. Sie weiß, daß er seine Brüder überflügeln will. Die beiden jüngeren - KARL DER KAHLE und Ludwig der Deutsche - verbünden sich und besiegen ihn am 25. Juni 842 in der Schlacht von Fonteroy-en-Ouisaye, nahe Auxerre.
Judith stirbt am 19. April 843 in Tours. Sie hat in ihrer mütterlichen Beharrlichkeit den Sieg davongetragen. Ihr Sohn KARL erhält bei der reichsteilung von Verdun das Westreich (zwischen Atlantik und Rhone, Saone und Maas), während Ludwig der Deutsche das Ostreich Germanien erhält. LOTHARS Gebiet erstreckt sich von Friesland bis zur Küste der Provence mit den Kaisersitzen Rom und Aachen. Dieser Vertrag wird auf Jahrhunderte hinaus die europäische Landkarte beeinflussen. Er ist der Ausgangspunkt zweier großer Nationen: Frankreichs und Deutschlands.
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Rappmann Roland/Zettler Alfons: Seite 429
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"Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter"
JUDITH
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+ 19.4.843
Necr. A/B 19.4. "Iudit regina", Gemahlin LUDWIGS DES FROMMEN
Literatur:
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AdB 14 Seite 655; Fleckenstein, Über die Herkunft, bes. Seite 95ff.;
Werner, Nachkommen Tafel Nr. II/6 c; NDB 10 Seite 639f. (dort fälschlicherweise der 13.4. als Todestag); Biograph. Wörterbuch 2 Spalte 1357f.; Konecny, Die Frauen Seite 89-94 und Seite 97-102; Lexikon des Mittelalters 5 Spalte 797; Ward, Caesars's wife. Zum Todestag: Dümmler, Geschichte des Ostfränkischen Reiches 1 Seite 188 Anmerkung 2.
Judith, die Tochter des Grafen Welf und Schwester der Gemahlin Ludwigs des Deutschen, Hemma, war seit 819 mit LUDWIG DEM FROMMEN verheiratet (BM² 683a). Ihre Brüder Rudolf und Konrad waren Grafen im Bodenseeraum bzw. im Zürichgau; vgl. neuerdings Borgolte, Grafen Seite 165ff. und Seite 226ff.
Über Walahfrid, der ab 829 für längere Zeit am kaiserlichen Hof weilte und der Kaiserin mehrere Gedichte widmete, kam es zu engeren Beziehungen zur Reichanau. Er gilt sogar als Erzieher von Judiths Sohn KARL DEM KAHLEN; vgl. Beyerle, Von der Gründung Seite 92f., Seite 97ff., BM² 863a, Bergmann, Dichrung Seite 732ff., Önnerfors, Walahfrid Strabo Seite 101, Bezold, Kaiserin Judith Seite 377ff. und Haubrichs, Nekrologische Notizen Seite 15 mit Anmerkung.
Wahrscheinlich hat LUDWIG DER FROMME im Jahre 838 versucht, Walahfrid als Abt auf der Reichenau einzusetzen; vgl. oben Seite 296f. und Beyerle, Von der Gründung Seite 99ff.
Zu Gedenkbucheinträgen mit Judith in den Verbrüderungsbüchern von Reichenau; Pfäfers und St. Gallen vgl. Tellenbach, Welfen Seite 335ff., Beyerle, Das Reichenauer Verbrüderungsbuch Seite 114f. und vorläufig Libri confrat. Seite 546.
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Judith entstammte einer ursprünglich fränkischen, nun vornehmlich in Alemannien und Bayern begüterter Familie. Sie wurde Anfang 819 wegen ihrer Schönheit die zweite Gemahlin LUDWIGS I. DES FROMMEN, wobei sie bei einer "Besichtigung" der Töchter vornehmer Häuser durch den Kaiser als Siegerin hervorging. Judith, die als schön und ehrgeizig überliefert wurde, erhielt bei ihrer Vermählung das Kloster San Salvatore in Brescia als Beneficium. Da sie bemüht war, ihren 823 geborenen Sohn KARLeinen Anteil an dem bereits 817 unter die anderen Söhne LUDWIGS DES FROMMEN verteilten Reiches zu verschaffen suchte, richtete sich der Haß des Adels gegen sie und ihren Anhang und sie gab damit Anlaß zum Ausbruch der Bürgerkriege, die erst durch den Vertrag von Verdun 843 beendet wurden. Seit 829 mit verschiedenen Buhlen des Ehebruchs verdächtigt, wurde sie 830 von den Aufständischen ins Kloster bei Poitiers gesteckt. Doch bereits im Oktober 830 konnte ihr Gatte LUDWIG auf der Reichsversammlung in Nimwegen ihre Rückkehr an seine Seite durchsetzen. Nachdem das Heer ihres Gatten auf dem "Lügenfeld" zu Colmar zu dessen Söhnen übergegangen war, wurde sie unter LOTHARSVerantwortung gestellt, der sie nach Tortona (Italien) verbannte. Wenige Wochen, nachdem LUDWIG die Macht zurückgewonnen hatte, gelang ihr die Flucht und sie kehrte nach Aachen zurück.
Schieffer Rudolf:
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"Die Karolinger"
Unter den durch Heirat in Königsnähe gerückten Geschlechtern gewannen vorerst die WELFEN den größten Einfluß, was kaum zu Unrecht dem energischen Ehrgeiz der neuen Kaiserin Judith zugeschrieben wird. Jedenfalls muß auffallen, dass ihre Mutter Heilwig die Leitung der vornehmen Königsabtei Chelles erhielt, der eine Bruder Rudolf sich die Verfügung über die Klöster Saint-Riquier und Jumiges sicherte und der andeere, Konrad , zum wichtigen Machthaber in Alemannien wurde, überdies verheiratet mit Adelheid , einer weiteren Tochter Hugos von Tours und damit Schwägerin LOTHARS I.
Nach der am 13.6.823 erfolgten Geburt KARLS DES KAHLEN war Judith klug genug, gerade LOTHAR die Patenschaft anzutragen und ihm eine nicht weiter konkretisierte Zusage für ein künftiges Erbteil KARL zu entlocken.
Diwald Hellmut:
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"Heinrich der Erste" Seite 102
Judith vergaß niemals ihre Abkunft. Dazu kam noch der gewaltige Einfluß, den sie auf LUDWIG DEN FROMMEN hatte. Der Kaiser war ihr derart verfallen, dass seine mönchischen Versuchungen keinerlei Einfluß mehr auf seine Entschlüsse ausübten, nicht zuletzt deshalb, weil Judiths politische Vorstellungen kaum weniger deutlich ausgeprägt waren als ihr physischen Reize. Die Kaiserin förderte und umsorgte die sächsischen Reichsabteien, als wären es ihre eigenen Schöpfungen. Noch 7 Jahrhunderte später war ein kostbares Kreuz, das sie Corvey geschenkt hatte, im Kloster vorhanden. Ebenso wurde dort bis zur Säkularisation im Jahr 1803 jährlich das Judithenbrot gespendet, eine reichhaltige Armenspeisung.
Schmid Karl: Seite 425
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"Welfisches Selbstverständnis"
Judith, die Tochter Welfs und Heilwigs , Gemahlin Kaiser LUDWIGS DES FROMMEN und Mutter KARLS DES KAHLEN, stand im Brennpunkt der karolingischen Bruderkämpfe um das Reich. Sie war die Mittlerin kaiserlicher Gunst für ihre Brüder und Verwandten. Diesen kam nun die Nähe zur Stirps regia, die Teilhabe am Königsgeblüt, zu. Der persönlichen Bindung an den kaiserlich-karolingischen Hof verdankten sie es, dass sie im ganzen Reich neuen Besitz und hohe Stellungen königlichen Dienstes erhielten. Wechselreich wirkten sie in Alemannien, Bayern, Rätien, Burgund und Lotharingien und vor allem im ReichKARLS DES KAHLEN, im Reich von Judiths Sohn. Hemma , die Schwester der Kaiserin, wurde die Gemahlin Ludwigs des Deutschen. Hugo , mit dem Beinamen Abbas, vereinigte in seiner Hand die reichsten und bedeutendsten Königsklöster im W-Frankekenreich, während Konrad der Ältere und sein Sohn Konrad wie auch der ältere Rudolf versuchten, in Auxerre und Sens, in St. Maurice d'Agaune, in Jumieges, St. Riquier, Valenciennes und anderswo ihrem Streben nach Herrschaft Rückhalt zu geben und Positionen des politischen Einflusses aufzubauen. Sosehr jedoch die Quellenzeugnisse diese Großen nach der Vermählung Judiths mit Kaiser LUDWIG DEM FROMMEN aus der Breite des Adels herausheben, bald sollte dies nicht mehr der Fall sein. Die Nachfahren der Brüder der Kaiserin Judith nämlich gingen vom ausgehenden 9. Jahrhundert an wieder in der Weieite der adeligen Geschlechter unter, als sich die KAROLINGER-Herrschaft auflöste. Nur Rudolf, der Großneffe der Kaiserin Judith, vermochte es, da er in Hoch-Burgund im Jahre 888 das Königtum erlangte, eine geschichtliche Tradition seiner Familie über mehrere Generationen hinweg zu begründen.
Ennen, Edith: Seite 58-593
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"Frauen im Mittelalter"
LUDWIG heiratet in zweiter Ehe die junge schöne Judith, eine WELFIN, eine sehr gebildete Dame; ja, ihre Verbindung zur Welt der Gelehrten und Dichter war enger als die ihres Gemahls. Sie suchte vor allem die Zukunft ihres Sohnes KARL zu sichern, der 823 geboren wurde, also viel jünger als LUDWIGS Söhne erster Ehe: LOTHAR geboren 795, Pippin geboren um 803 und Ludwig geboren um 806. Auf die Teilungspläne des Reiches, die Anlaß vieler Wirren boten, in die Judith sich einmischte, haben wwir hier nicht näher einzugehen; wir bemerken nur, daß KARL DER GROSSE 806 eine Teilung des Reiches unter seine Söhne vorsah, die nur unterblieb, weil zwei von ihnen vor dem Vater starben. LUDWIG DER FROMME wollte unter kirchlichem Einfluß 817 in der vielberedeten Ordinatio Imperii den fränkischen Brauch der Reichsteilung insofern abändern, als er LOTHAR die Kaiserwürde, den beiden jüngeren Brüdern nur Unterkönigreiche zugestand, hat sich aber 829/30, als er wieder stärker unter den Einfluß weltlicher Großer geriet, erneut dem Teilungsbrauch zugewandt.
Judith ging es um ihren Sohn. Sie setzte zunächst auf den Paten ihres Sohnes LOTHAR. Ihr engster Vertrauter wurde Bernhard von Septimanien, dessen Berufung an den Hof sie bewirkte. Sie geriet in den Verdacht eines Verhältnisses mit ihm und auch in den Verdacht der Zauberei. In dem großen Aufstand von 830 gegen LUDWIG mußte Bernhard nach Barcelona fliehen, Judith wurde in das Radegundiskloster nach Poitiers gebracht und hart bedrängt, LUDWIG zur Abdankung zu bewegen. Es kam aber zu eieinem Umschwung, Judith wurde 831 in Aachen rehabilitiert. Bei dem gemeinsamen Aufstand der Söhne gegen LUDWIG 833/34 wurde sie anch Tortona in Italien verbannt, fand aber Wege, Botschaften über die Alpen zu bringen; noch einmal konne LUDWIG sich durchsetzen, aber die Ausstattung von Judiths Sohn KARL blieb eine offene Frage. Erst Pippins Tod machte den Weg frei für die von Judith angestrebte Lösung. Bevor sie Wirklichkeit wurde, starb LUDWIG. Judith half ihrem Sohn nach bestem Vermögegen im Kampf um sein Erbe und führte ihm ein Heer zum Entscheidungskampf bei Fontanetum (Fontenay sw. Auxerre) zu.. Es kam dann aber zu einer Entfremdung zwischen Mutter und Sohn; vor dem Abschluß des Vertrages von Verdun (im August 843), der das Reich KARLS DES GROSSEN unter die Enkel aufteilte, eine Teilung, die nicht mehr rückgängig gemacht werden sollte, ist Judith am 11. April 843 gestorben.
Riche Pierre: Seite 183,185-191,196
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"Die Karolinger. Eine Familie formt Europa."
LUDWIG war 818 Witwer geworden, und weil er diesen Zustand nicht ertragen wollte, ließ er sich nach einigen Monaten die schönsten Töchter der Vornehmen im Reich vorführen und entschied sich für sie Ehe mit Judith. Seine zweite Gemahlin war die Tochter des Grafen Welf, der in Bayern und in Alemannien nördlich des Bosensees, im Argengau, im Augst-Ammergau und anderwärts reich begütert war. Judith, deren Schönheit und Klugheit von allen gepriesen wurde, sicherte sich von Anfang an einen beherrschenden Einfluß auf den Kaiser, der erheblich älter war als sie selbst. Sie erreichte von LUDWIG, daß er ihrer Mutter das Kloster Chelles schenkte, für ihren Bruder Rudolf setzte sie die Abteien SSaint-Riquier und Jumieges durch. Für ihren zweiten Bruder, Konrad , erlangte sie Sankt Gallen, und sie konnte auch für seine Eheschließung mit Adelheid sorgen, der Tochter des Grafen Hugo von Tours, des Schwiegervater LUDWIGS DES FROMMEN [Richtig ist: Hugo von Tours war der Schwiegervater LOTHARS I.]. Und schließlich heiatete Judiths Schwester Hemma im Jahre 827 Ludwig den Deutschen, LUDWIGS DES FROMMEN dritten Sohn. Der Kaiser war also mit dem eigenen Sohn verschwägert, während ein anderer Schwager von ihm die Schwester seiner Schwiegertochter geheiratet hatte. Vier Jahre lang war Judiths Ehe kinderlos geblieben [Der Autor vergißt die Geburt der Tochter Gisela.], aber am 13. JuJuni 823 brachte die Kaiserin einen Sohn zur Welt, der den Namen seines Großvaters KARL erhielt. Dies war der künftige Kaiser KARL DER KAHLE. zwischen den drei Söhnen aus erster Ehe und ihrer ehrgeizigen Stiefmutter, die jetzt voller Stolz darauf war, dem Kaiser einen weiteren Sohn geschenkt zu haben, mußte es unausweichlich zum Konflikt kommen.
Auch die Kaiserin Judith, die ausschließlich an die Ansprüche ihres kleinen Sohnes dachte, konnte ihrerseits einige Gefolgsleute um sich sammeln. Zu ihnen gehörte auch Markgraf Bernhard von Septimanien, ein Patenkind des Kaisers.
Auf der Wormser Reichsversammlung des Jahres 829 nahm das Kaiserpaar dann am Beginn von KARLS siebtem Lebensjahr zum Anlaß, im August die Ausstattung des jungen Prinzen zu beschließen. Er erhielt Alemannien, zu dem die WELFEN besondere Bindungen hatten, Rätien, Elsaß und einen Teil von Burgund. Zugleich zwang LUDWIG seinen Sohn LOTHAR zum Abzug nach Italien und Wala, sich in das Kloster Corbie zurückzuziehen. Darüber hinaus machte er Bernhard zum Kämmerer und gab ihm damit eines der wichtigsten Ämter im Reich; zusätzlich beauftragte er ihn mit der Erziehung des kleinen KARL. Mit ihren einschneidenden Veränderungen sollte diese Palastrevolution den Beginn der Aufstände der Söhne gegen ihren Vater auslösen.
Trotz seines Rückzugs nach Corbie wollte sich Wala nicht geschlagen geben und sammelte die Anhänger der Reichseinheit um sich. Da er einige Informantern am Hof behalten hatte, konnte er eine Verleumdungskampagne gegen Judith in Gang bringen. Glaubt man den Gerüchten, dann beging Judith mit ihrem Komplizen und Liebhaber Bernhard nicht nur Ehebruch, sondern beide machten sich auch der Zauberei und sogar eines Mordversuchs schuldig.
Ganz gleich wie es um de Wahrheitsgehalt stand, jedenfalls war Walas Kampagne erfolgreich. Der Aufstand brach aus, als LUDWIG im April 830 einen Feldzug gegen die Bretonen vorbereitete. Pippin von Aquitanien, die Grafen Hugo und Matfrid, dazu noch Ludwig der Deutsche waren entschlossen, den Kaiser aus der Macht Judiths und Bernhards zu "befreien". Der Kämerer brachte sich nach Barcelona in Sicherheit, während sich Judith nach Laon in ein Kloster flüchtete. Pippin und Ludwig hatten darauf gedrängt, der Kaiser solle sich in ein Kloster zurückziehen, aber LOTHAR, schnell aus Italien herbeigeeilt, beschränkte sich darauf, die Beschlüsse der Wormser Reichsversammlung aufzuheben und im Namen seines Vaters die Regierung zu übernehmen. Bernhards Anhänger verloren ihre Positionen, Judith und ihre Brüder wurden in aquitanischen Klöstern verwahrt. Und der junge KARL wurde Mönchen übergeben, die ihn "auf den Eintritt in das Mönchsleben vorbereiten" sollten.
Auf der Reichsversammlung zu Nimwegen (830) erhielt LUDWIG seine Freiheit wieder, mit ihm auch seine Gemahlin, die sich aber mit einem Eid von den gegen sie erhobenen Anschuldigungen reinigen mußte.
Nach der Aachener Teilung dachte Judith nun an eine Teilung des Reiches zwischen dem jungen KARL und LOTHAR, den sie dabei völlig falsch einschätzte. Sobald LOTHAR wieder in Gnaden aufgenommen worden war, brachte er nämlich ein neues Bündnis gegen LUDWIG DEN FROMMEN zustande, dem sich auch sein zwei Brüder anschlossen. Es gelang ihm darüber hinaus, Papst Gregor IV. dafür zu gewinnen, im Namen der Reichseinheit und der Versöhnung der Herrscherfamilie zu intervenieren. Das Zusammentreffeen der beiden Parteien an dem später "Lügenfeld" genannten Platz im Elsaß, nahe bei Colmar, endete mit einem Mißerfolg des Kaisers. Nachdem fast alle Vasallen von ihm abgefallen waren, wurde er von seiner Gemahlin getrennt, die mit dem Papst nach Italien mußte, während KARL in dem Kloster Prüm verwahrt wurde.
Nach der Entthronung des Kaisers brach der Bürgerkrieg wieder aus. Auf der einen Seite standen Pippin, unterstützt von Bernhard, der Rache an LOTHAR suchte, und LUDWIG DER FROMME, der sich bei Langres mit Ludwig dem Deutschen vereinigt hatte. Angesichts der Übermacht gab sich LOTHARgeschlagen und versprach nach Italien zurückzukehren. Der Kaiser zog nach Saint-Denis, wo ihm von den Bischöfen, die ihn entthront hatten, seine Waffen feierlich wieder angelgt wurden. Über Aachen, wo der Judith wieder traf, begab sich LUDWIG dann nach Metz.
Nach LUDWIGS Tod konnte LOTHAR auch auf die Unterstützung Pippins II. zählen, der sich mit einem Teil des aquitanischen Adels gegen KARL DEN KAHLEN erhoben hatte. Dieser, inzwischen 17-jährig, war nach Aquitanien gegangen, wo auch seine Mutter Judith lebte.
Schneidmüller Bernd: Seite 45-59,61,62,112,114,117
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"Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung."
Wechselnde Beratergruppen bei Hof spiegelten die sich wandelnde Willensbildung, an der mehr und mehr die junge, schöne Kaiserin teilhatte.
Vor der Schilderung jenes karolingisch-welfischen Dramas, das Reich wie Kaiserfamilie wiederholt an den Rand des politischen Abgrunds führte, gilt es freilich innezuhalten. Zu fragen ist nämlich zunächst nach den Umständen von LUDWIGS Wiederverheiratung 819, nach der Braut und ihrer Familie, anch den Handlungsspielräumen karolingischer Heiratspolitik wie nach den Durchsetzungsmöglichkeiten großer Adelsverbände im karolingischen Großreich.
"Darauf betrachtete der Kaiser die meisten Töchter der Großen und wählte sich Judith, die Tochter des Grafen Welf , zur Frau." Diese Brautschau des 40-jährigen Kaisers in Aachen deutete man früher als wohl inszenierte Schönheitskonkurrenz des verzweifelten Hofes, um dem alternden Herrscher düstere Gedanken auszutreiben. Heute wird man eher an Vorbilder aus dem imperialen byzantinischen Zerremoniell denken. Denn in der Tat rüttelte jede neu begründete Kaiserverwrwandtschaft am komplexen Gefüge der karolingischen Adelsgesellschaft, brachte der Familie der Kaiserin Hofnähe ein und begründete neue Loyalitäten. Die Auswahl des Kaisers mit seinem ausgeprägten Bewußtsein von Rang und Reichseinheit unterschied sich 819 ganz beträchtlich von der ersten Eheschließung des damaligen Unterkönigs 794. Wohl dem Herrscher, der sich seinen Untertanen als Getriebener des Hofes darstellen durfte! Genau das drückte der anonyme Biograph LUDWIGS aus: "Um diese Zeit achte er auf Anraten seiner Vertrauten darüber nach, ob er eine neue Ehe schließen solle; manche waren nämlich besorgt, daß er die Regierung des Reiches niederlegen könnte. Doch, von ihnen gedrängt, tat er schließlich ihrem Wille Genüge, beschaute die von überall her herbeigeführten Töchter der Vornehmen und nahm Judith, die Tochter des edlen Grafen Welpo , zur Gemahlin."
Bloße Ästethik erklärt die Auswahl nicht allein. Die Nachrichten über Judiths Herkunft erscheinen moderner Neugier freilich spärlich. Doch im Konzert der fränkischen Quellen des 9. Jahrhunderts bezeichnen sie exakt jene sozialen Voraussetzungen, die eine kaiserliche Braut auszeichneten: Abkunft von den Vornehmen (nobilis) des Frankenreiches und damit Zugehörigkeit zu einer Adelsgesellschaft, die im Gefolge der karolingischen Reichsbildung zu überregionalem Rang und weitgespanntem Besitz gelangt war. Auch wenn Judiths Vater Welf nur bei der Heirat seiner Tochter Judith jäh aus dem Quellendunkel hervortrat, auch wenn er in frühmittelalterlichen Namenslisten zum Gedenken an Lebende und Tote wohl nur einmal erscheint - der anonyme Biograph LUDWIGS DES FROMMENwie die Reichsannalen ordnen ihn als edlen Großen in jene Gruppe ein, aus denen sich ein Kaiser seine Braut suchte.
Mehr über Judiths Eltern meldete im 9. Jahrhundert allein der Trierer Chorbischof Thegan, der Kaiser LUDWIGS Taten noch zu dessen Lebzeiten beschrieb: "Im folgenden Jahr vermählte er sich mit der Tochter seines Herzogs Welf , der einer hochadeligen Familie der Bayern entstammte. Das Mädchen hieß Judith und gehörte von seiten seiner Mutter Heilwig einem hochadeligen sächsischen Geschlecht an. Judith erhob er zur Königin; denn sie war von großer Schönheit."
Die Ehe Welfs mit der sächsischen Adligen Heilwig , später Äbtissin im Kloster Chelles (um 825), markiert die Fähigkeit zu weitgespannter adliger Heiratsverbindung, während die Benennunung als "sein herzog" adligen Rang und Kaisernähe bezeichnet. Mit Thegans eindeutiger Zuweisung Welfs in ein hochadliges Geschlecht der Bayern wußte die neuere Forschung indes lange wenig anzufangen. Aus dem Aufstieg der WELFEN im karolingischen Umkreis kannte man die adlig-königliche Herrschaftsbildung im westfränkischen Reich wie in Burgund ebenso wie die zähe Behauptung adligen Besitzes in Alemannien.
Studien zur Besitzgeschichte, die auf Grund der schütteren Überleiferung Nachrichten aus mehreren Jahrhunderten verknüpften und darum mit manchen Hypothesen arbeiten mußten, ließen bayerische Herkunft zunächst wenig plausibel erscheinen. Die in Alemannien, in Bayern und im Alpenraum ermittelte Herrschaftsbildung schien vielmehr erste Schwerpunkte des 9. Jahrhunderts in Alemannien (Schussen- und Argengau) unsd spätere Ausgriffe des 10./11. Jahrhunderts in das bayerisch-alemannische Grenzgebiet (Lechrain, Augst- und Ammergau) wie in den ferneren Alpenraum (Norital, Vinschgau, Unterengadin) wahrscheinlich zu machen.
Als neben besitzgeschichtlichen Analysen auch namenkundliche traten, konnten Herkunft und Stufen des Besitz- wie Herrschaftserwerbs noch genauer ermittelt werden.: Zum Vorfahrenkreis Welfs und seiner Tochter Judith müssen die Grafen Ruthard und Warin gerechnet werden, die in der Zeit König Pippins (751-768) an der Einbindung Alemanniens ins Frankenreich mitwirkten. Trotz ansprechbarere namenkundlicher Überlegungen bleiben ihre Herkunft aus dem austrasischen MaMaas-Mosel-Gebiet, der Heimat der KAROLINGER, ihre Volkszugehörigkeit als Franken und ihre Schenkertätigkeit im Rhein-Neckar-Gebiet wie im fränkisch-thüringischen Raum dunkel und vielfach umstritten. Mit nicht von der Hand zu weisenden Argumenten wird neuerdings sogar ihre Herkunft aus Alemannien behauptet. Wir werden aber sehen, daß gerade die Vielfalt der räumlichen und ethnischen Bezüge solche Adelsverbände prägte.
In Alemannien begegnete Ruthard in mehreren Grafschaften und war, folgt man späteren und nicht immer einwandfreien Überlieferungen, an mehreren oberrheinischen Klostergründungen beteiligt (Arnoldsau, Schwarzach, Gengenbach, Schuttern, Ettenheimmünster). Dagegen bewahrte die spätere St. Galler Überlieferung die Negativbotschaft, Ruthard und Warin hätten Abt Otmar von St. Gallen (+ 16.11.759) in den Tod getrieben. Vielleicht wirkten sie bei den Bemühungen der karolingischen Herrschaft mit, die alemannische Klostergründung eigener Botmäßigkeit zu unterwerfen. Positiver gestaltete sich demgegenüber die Erinnerung an die beiden Administratoren Alemanniens im Kloster Reichenau, wo man Warin und Ruthard gar zu den eigenen Wohltätern rechnete.
Will man Ruthard als (vielleicht kognatischen) Vorfahren Welfs und Judiths akzeptieren, so wird Kaiser LUDWIGS Brautwahl um so verständlicher. Denn Ruthard gehörte auf Grund seiner vielfältigen Bindungen im fränkischen Reich zur engeren Unmgebung König Pippins, verfügte über beträchtlichen Besitz im ostrheinischen Gebiet und über Beziehungen nach St-Denis, Prüm und Fulda, vielleicht sogar nach Gorze. Im königlichen Auftrag hatte Ruthard gemeinsam mit Abt Fulrad von St-Denis Papst Stephan II. 753/54 zu jenem welthistorischen Treffen mit Pippin geleitet, auf dem das lange wirkende Bündnis von Papst und Franken-König begründet wurde.
Um so nachdenklicher muß Ruthards Verschwinden aus der Überlieferung seit 769 stimmen. Vielleicht hatte er die fränkischen Konfiskationen in Alemannien zum eigenmächtigen Besitzerwerb benutzt? Jedenfalls traten er und seine Familie in der Regierungszeit KARLS DES GROSSEN (768-814) sogleich ins Quellendunkel. Und erst der dritte karolingische Herrscher LUDWIG DER FROMME, der sich programmatisch vom Vater absetzte, führte die Nachkommen Ruthards wieder glanzvoll in erneute Hofnähe. Gewiß - es ist nicht eindeutig zu entscheiden, ob hier Zufälle der Überlieferung oder politische Intentionen bei der Ausgestaltung der herrscherlichen Umgebungam Werk waren. Aber die Verknüpfung des Herzogs/Grafen Welf wie seiner Tochter Judith mit dem Vorfahren Ruthard beleuchtet den besonderen Rang einer Adelssippe mit weitgespannten Aktionsrahmen von Austrasien über Sachsen nach Alemanninien und Bayern, typisch für die Zugehörigkeit zur aristokratischen Spitzengruppe. Mit ihren Herrschern verknüpfte sie Völker und Räume und gewährleistete als überschaubarer Personenverband das Funktionieren eines Großreichs von geringer Kohärenz in der Infrastruktur.
Indes mag man nicht gar so achtlos Thegans Bericht von der Herkunft Welfs aus vornehmen bayerischen Adel beiseite schieben und mit geographischer Unkenntnis eines fränkischen Chroniste erklären. Schließlich handelt es sich um die einzige und dazu eindeutige Nachricht über die Abstammung, die wir aus dem 9. Jahrhundert besitzen. Nur schwerlich kann man sie mit allerlei weitläufig-luftigen besitz- und namengeschichtlichen Spekulationen vollends beiseite schieben. Wieder greifen wir nach Quellensplittern aus quellenarmer Zeit, um Geschichte nicht gegen die Überlieferung schreiben zu müssen. Denn nicht immer irrten die mittelalterlichen Schreiber, und nicht immer sind moderne Konstrukteuere klüger.


Quellensplitter überliefern uns nicht die Taten der Bischöfe von Auxerre die Nachricht, daß sechs bayerische Große in den 30-er und 40-er Jahren des 8. Jahrhunderts auf Kosten der Kathedralkirche von Auxerre mit Besitz ausgestattet wurden? Noch zwischen 813 und 859/60 regierten in Auxerre drei Bischöfe aus einer Familie bayerischer Herkunft. Besaßen die welfischen Brüder und Neffen der Kaiserin Judith den westfränkischen Schwerpunkt ihrer Herrschaft nicht gerade in Auxerre? Vielleichht wurde er ihnen gar nicht erst später von KARL DEM KAHLEN zugewiesen, sondern war von den Vorfahren ererbt? Liegen nicht gerade hier besitzgeschichtliche Kontinuitäten vor, welche der emsige landesgeschichtliche Forschung in ihrer Fixierung auf Deutschland bisher nur in Alemannien oder Bayern suchte? Und gingen bei der Suche nach den welfischen Kognaten in Alemannien nicht die eigentlichen fränkischen Ursprünge der Agnaten in Auxerre, in St-Riquier, in der frühmittelalterlichen Francia (Franzien) zwischen Seine und Maas verloren?
Die Fragezeichen müssen stehenbleieben. Doch soll die Hypothese im Gedächtnis haften bleiben, daß Judiths Vater Welf vielleicht ein Aristokrat mit Besitz von Bayern bis nach W-Franken war, Nachkomme eines im Auxerrois begüterten bayerischen Großen, Verwandter des alemannischen Grafen Ruthard , verheiratet mit einer sächsischen Adligen.





819
oo 2. LUDWIG I. DER FROMME
16.4.778-20.6.843



Kinder:

Gisela
819- nach 1.7.874
836
oo Eberhard Markgraf von Friaul
um 810- 866

KARL II. DER KAHLE
13.6.823-6.10.877




Literatur:
-----------
Borgolte Michael: Die Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit. Eine Prosopographie. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1986, Seite 155,166,169,227,288 - Borgolte Michael: Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischeher Zeit.Vorträge und Forschungen Sonderband 31 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1984, Seite 92,193,202,229, 254 - Deutsche Geschichte Band 1 Von den Anfängen bis zur Ausbildung des Feudalismus Mitte des 11. Jahrhunderts. VEB Deutscher Verlag der Wissenschaften Berlin 1982, Seite 328 - Diwald Helmut: Heinrich der Erste. Die Gründung des Deutschen Reiches. Gustav Lübbe Verlag GmbH, Bergisch Gladbach 1987 Seite 102,275 - Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duuncker und Humblot Berlin 1865 Band I Seite 28, 43-46,56,59,63,67,71,80,83,95,109, 111,117,119,128,134,148,150,181,260,421,446 - Ennen, Edith: Frauen im Mittelalter. Verlag C.H. Beck München 1994, Seite 58-63 - Glocker Winfrid: Die Verwandten der Ottonen und ihre Bedeutung in der Politik. Böhlau Verlag Köln Wien 1989, Seite 90 - Hlawitschka Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Untersuchungen zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9., 10. und 11. Jahrhundert. Kommissionsverlag: Minerva-Verlag Thinnes Nolte OHG Saarbrücken 1969, Seite 157 - Hlawitschka Eduard: Lotharingien und das Reich an der Schwelle der deutschen Geschichte. Anton Hiersemann Stuttgart 1968, Seite 10 - Hlawitschka Eduard: Studien zur Äbtissinnenreihe von Remiremont. Buchdruckerei und Verlag Karl Funk, Saarbrücken 1963, Seite 36 - Konecny Silvia: Die Frauen des karolingischen Königshauses. Die politische Bedeutung der Ehe und die Stellung der Frau in der fränkischechen Herrscherfamilie vom 7. bis zum 10. Jahrhundert. Dissertation der Universität Wien 1976, Seite 89-94,97-102 - Lebe Reinhard: Ein Königreich als Mitgift. Heiratspolitik in der Geschichte. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1998, Seite 34,37,39 - Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963, Seite 241,243,245 - Mühlbacher Engelbert: Deutsche Geschichte unter den Karolingern. Phaidon Akademische Verlagsgesellschaft Athenaion - Rappmann Roland/Zettler Alfons: Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1998, Seite 408,419,424,426,429, 434,436,517- Riche Pierre: Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1991, Seite 183,185,191,196,201,208,354 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992, Seite 119,125-129,131,136-138,146,158 - Schmid, Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983, Seite 403,425-453 - Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000, Seite 17,23,24,30,31,43,45-59,61,62,112,114,117 - Schneidmüller Bernd/Weinfurter Stefan: Otto III. Heinrich II. Eine Wende? Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1997, Seite 277A - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990, Seite 45,50-56,60,79 - Weinfurter Stefan: Heinrich II. Herrscher am Ende der Zeiten. Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1999, Seite 201 - Werner Karl Ferdinand: Die Ursprünge Frankreichs bis zum Jahr 1000. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1995, Seite 426, 429,444 - Wies Ernst W.: Otto der Große. Kämpfer und Beter. Bechtle Verlag Esslingen 1989, Seite 24 - 
Judith Queen of Franks (I4839)
 
13
2° fils, emasculé par Guillaume Talvas le jeune, pélerin à Jérusalem, s'attacha à rouvrir l'abbaye de St-Evroult 
GIROIE, Guillaume (I27699)
 
14
4th Senhor do Couto de Azevedo (Barcelos)
SOURCES: LDS FHL Ancestal File # (familysearch.org)
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. Jacquier , H.R. Moser , L. Orlandini, O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, A.Terlinden , L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron , R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen)... http://geneastar.org. 
AZEVEDO, Pedro Mendes, Señor de Couto de (I27417)
 
15
5th Baron Beauchamp of Elmley Castle


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euweb/beauchamp01.htm

(A) William de Beauchamp of Elmley (d 1268) m. Isabel Mauduit (dau of William Mauduit) heiress of Beaumont Earls of Warwick

___________________

William de Beauchamp, of Elmley, Worcs; Hereditary Sheriff of Worcs andPantler (officer responsible for the bread) at the King's Coronation(died between 7 Jan and 21 April 1268). [Burke's Peerage]

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This nobleman, William de Beauchamp, feudal Lord of Elmley, attended KingHenry III, in the 37th year of his reign [1253], into Gascoigne, and intwo years afterwards marched under the banner of Robert de Clare, Earl ofGloucester, against the Scots. In the 41st of the same reign, he hadsummons (with other illustrious persons) to meet the king at Chester onthe feast day of St Peter de Vincula, well fitted with horse and arms tooppose the incursions of Llewellyn, Prince of Wales. Lord Beauchamp m.Isabel, dau. of William Mauduit, of Hanslape, co. Bucks, heritablechamberlain of the exchequer, and sister and heiress of William Mauduit,Earl of Warwick (who inherited that dignity from his cousin, Margery deNewburgh, Countess of Warwick, in the year 1263). His lordship made hiswill in 1268, the year in which he died. Besides the daus. mentionedabove [there are no daughters named in this article], Lord Beauchamp leftfour sons, viz., William; John, of Holt, co. Worcester; Walter, of Powykeand Alcester; Thomas, d. s. p. [Sir Bernard Burke, Dormant and ExtinctPeerages, Burke's Peerage, Ltd., London, 1883, p. 30, Beauchamp, Earls ofWarwick]


William de Beauchamp, feudal Lord of Elmley 
BEAUCHAMP, William de Earl of Warwick (I9993)
 
16
 
SENS, Theudelinde de (I27475)
 
17
 
LOTHARINGEN, Lothaire III [illegitimate] van (I27522)
 
18
 
ENGERN, Imhilde van (I27464)
 
19
===============================

1 NAME William de /Beauchamp/
1 BIRT
2 DATE ABT. 1215
2 PLAC Elmley, Worcestershire, England
1 DEAT
2 DATE 5 JUN 1298
2 PLAC Elmley, Worcestershire, England

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http://www.genealogics.org/getperson.php?personID=I00026590&tree=LEO


Family Maud FitzJohn Children
> 1. Isabel de Beauchamp
> 2. Guy de Beauchamp, 2nd Earl of Warwick , b. Abt 1268/1270




BIOGRAPHY
William inherited the office of chamberlain of the exchequer from the Mauduit family and did homage for the lands of the earldom of Warwick on 9 February 1268. On his father's death between 7 January and 21 April 1268, he succeeded him at Elmley and also as hereditary sheriff of Worcestershire and hereditary pantler at the king's coronation. He was one of the pledges for Robert Ferrers, late Earl of Derby, in 1269; Keeper of the Forest of Dean in 1270; a commissioner to treat with Llywelyn concerning incidents on the Welsh border, 16 October 1270 and 14 April 1274; he was present at the Council at Westminster on 12 November 1276, which gave judgment against Llywelyn; and captain of the counties Chester and Lancaster on 16 November 1276.

He was summoned for service against the Welsh between 1272 and 1294, against the Scots between 1296 and 1298, and beyond the seas in 1297, and service to the Assembly at Shrewsbury in 1283; he was present when Alexander, King of Scotland, did homage to Edward I at Westminster on 29 September 1278; and he took part in the siege and capture of Dryslwyn, county Carmarthen, in August-September 1282.

On 5 March 1295, he won a fine victory over the Welsh, under Madog ap Llywelyn, at Maes Moydog, county Montgomery; and on 27 April 1296 he was one of the leaders of the force which under the Earl of Surrey defeated the Scots at Dunbar.

He was constable of Rockingham Castle and steward of the forest between Oxford and Stamford from 16 July 1297 until his death. During the king's absence in Flanders from August 1297 to March 1298 he was a member of Prince Edward's Council.

He married Maud, widow of Sir Gerard de Furnivalle and daughter of Sir John FitzGeoffrey by Isabel, daughter of Hugh Bigod, 3rd Earl of Norfolk. He died on 5 or 9 June 1298 at Elmley and was buried on 22 June in the Friars Minor, Worcester. His widow died 16 or 18 April 1301 and was buried with him on 7 May 1301.


They also had a daughter Sarah who m. Roger (IV) Chandos - Sanders' Baronies, p. 79, note (6)

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William de Beauchamp, 9th Earl of Warwick; born c1240; Hereditary Sheriffof Worcs and Pantler at Coronations, Keeper of Forest of Dean 1270,Captain of Cheshire and Lancs 1276; led an English army which defeatedthe Welsh at Maes Moydog, Montgomeryshire, 5 March 1294/5; commander inthe English army, which defeated the Scots at Dunbar 1296, Constable ofRockingham Castle and Steward of forests between Oxford and Stamford1297-98; married c1270 Maud (died April 1301), daughter of Sir John fitzGeoffrey and widow of Sir Gerard de Furnivall(e), and died 5 or 9 June1298. [Burke's Peerage]

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William de Beauchamp, b. 1237, d. Elmley 5 or 9, buried 22 June 1298 GreyFriars, co. Worcester, 9th Earl of Warwick. [Magna Charta Sureties]

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EARLDOM OF WARWICK (IX) 1268

WILLIAM (DE BEAUCHAMP), EARL OF WARWICK, nephew and heir, being 1st sonand heir apparent of William DE BEAUCHAMP, of Elmley, co. Worcester, byIsabel (who died before 1268), only sister of the said Earl William, wassaid to be aged 26-30 in 126868. He inherited the office of Chamberlain ofthe Exchequer from the Mauduit family and did homage for the lands of theEarldom of Warwick, 9 February 1267/8. On his father's death, between 7January and 21 April 1268, he succeeded him at Elmley and also ashereditary Sheriff of Worcestershire and Hereditary Pander at the King'sCoronation. He was one of the pledges for Robert Ferrers, late Earl ofDerby, in 1269; Keeper of the Forest of Dean, 1270; a Commissioner totreat with Llywelyn concecerning incidents on the Welsh border, 16 October1270 and 14 April 1274; was present at the Council at Westminster, 12November 1276, which gave judgment against Llywelyn; Captain of cos.Chester and Lancaster, 16 November 1276. He was summoned for serviceagainst the Welsh, 1277-94, against the Scots, 1296-98, and beyond seas,1297, and to the Assembly at Shrewsbury, 1283; was present whenAlexander, King of Scotland, did homage to Edward I at Westminster, 29September 1278; took part in the siege and capture of Dryglwyn, co.Carmarthen, August-September 1282; won a fine victory over the Welsh,under Madog ap Llywelyn, at Maes Moydog, co. Montgomery, 5 March 1294/5;and was one of the leaders of the force which, under the Earl of Sururrey,defeated the Scots at Dunbar, 27 April 1296. Constable of RockinghamCastle and Steward of the forest between Oxford and Stamford, 16 July1297 till his death. During the King's absence in Flanders (August1297-March 1297/8) he was a member of Prince Edward's Council.

He married Maud, widow of Sir Gerard DE FURNIVALLE, of Sheffield, Yorks,Worksop, Notts, &c. (who died s.p. before 18 October 1261), sister andcoheir of Richard (FITZJOHN), LORD FITZJOHN (who died s.p. shortly before5 August 1297), being 1st daugghter of Sir John FITZGEOFFREY, of Shere,Surrey, Fambridge, Essex, &c., Justiciar of Ireland, by Isabel, daughterof Hugh (LE BIGOD), 3rd EARL OF NORFOLK. He died 5 or 9 June 1298 atElmley and was buried 22 June in the Friars Minor, Worcester. She died 16or 18 April 1301 and was buried 7 May with him. [Complete PeerageXII/2:368-70, (transcribed by Dave Utzinger)]

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William de Beauchamp inherited not only the feudal barony of Elmley fromhis father, but had previously derived from his mother the Earldom ofWarwick (originally possessed by the Newburghs), and the barony ofHanslape (which had belonged to the Mauduits). This eminent nobleman wasa distinguished captain in the Welsh and Scottish wars of King Edward I."In the 23rd year of which reign (1294-5), being in Wales with the king,"as Dugdale relates, "he performed a notable exploit; namely hearining thata great body of the Welsh were got together in a plain betwixt two woodsand, to secure themselves, had fastened their pikes to the group, slopingtheir pikes towards their assailants, he marched thither with a choicecompany of cross-bowmeen and archers, and in the night time encompassingthem about, but betwixt every two horsemen on cross-bowman, whichcross-bowman killing many of them that held the picks, the horsemencharged in suddenly and made very great slaughter. This was done nearMontgomery." His lordship m. Maud, widow of Girard de Furnival, and oneof the four daughters and co-heiresses of Richard FitzJohn, son of JohnFitz-Geffrey, chief Justice of Ireland, by whom he had surviving issue,Guy, his successor; Isabel, m. to Peter Chaworth; Maud, m. to -- Rithco;Margaret, m. to John Sudley; Anne and Amy, nuns at Shouldham, co.Norfolk, a monastery founded by his lordship's maternal greatgrandfather. William de Beauchamp, 1st Earl of Warwick of that family, d.d.in 1298, having previous to his mother's death used the style and titleof Earl of Warwick, with what legality appears very doubtful, and was sby his eldest son, Guy de Beauchamp. [Sir Bernard Burke, Dormant andExtinct Peerages, Burke's Peerage, Ltd., London, 1883, p. 30, Beauchamp,Earls of Warwick] 
BEAUCHAMP, William de of Elmley, 1st/9th Earl of Warwick (I27328)
 
20
ABT
2ème épouse d'Adalbert. 
Family: Adalbert II 'le riche' d' IVREA, de Lucca ; Marquis of Tuscany / Bertha (F9673)
 
21
Adelantado mayor
Conquistador de Cartagena
SOURCES: LDS FHL Ancestal File # (familysearch.org)
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. Jacquier , H.R. Moser , L. Orlandini, O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, A.Terlinden , L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron , R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen)... http://geneastar.org. 
LÓPEZ, Pero (Pedro) de Ayala ; Senhor de Mena (I27395)
 
22
Aethelflaed
LDS Family History Library, anestral file #FLGQ-66 (familysearch.org)
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: F. L. Jacquier (History of Charlemagne by Christian Settipani); L. Orlandini, Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. J P de Palmas (Aurejac et Tournemire; Frankish line; The Complete Peerage}, Jacquier (Genealogy of Lewis Carroll, Justin Swanstrom, The Royal Families of England Scotland & Wales by Burkes Peerage; Debrett's Peerage & Baronage; Table of descendants French Canadian Genealogical Society; Families of Monfnfort-sur-Risle & Bertrand de Bricquebec; The Dukes of Normandy, XXXXI), A. Brabant ("Dynastie Montmorency, Michel d'Herbigny), Paul Leportier, Claude Barret, H.R. Moser (Burke Peerage), O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, N. Danican (Britain''s Royal Families; Buthlaw, Succession of Strathclyde, the Armorial 1961-62) A.Terlinden (Genealogy of the existing British Peerage, 1842), L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron (Brian Tompsett), R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen, P. Ract Madoux (History of Morhange; Leon Maujean; Annuaire de Lorraine, 1926; La Galissonniere: Elections d'Arques et Rouen), Jean de Villoutreys (ref: Georges Poull), E. Wilkerson-Theaux (Laura Little), O. Auffray, A. Brabant (Genealogy of Chauvigny of Blot from "Chanoine Prevost Archiviste du Diocese de Troyes Union Typographique Domois Cote-d'Or 1925), Emmanuel Arminjon (E Levi-Provencal Histoire de l'Espagne Andalouse), Y. Gazagnes-Gazanhe, R. Sekulovich and J.P. de Palmas ("notes pierfit et iconographie Insecula", Tournemire)........... http://geneastar.org.
AWTP:
"Spreading Like Kudzu" Sherry Huggins slh831@aol.com (who has generously provided detail information)
"Stimpson Family" Cory Stimpson cbstimpson@hotmail.com
"The Ancestry Of Overmire Tifft Richardson Bradford Reed" Larry Overmire larryover@worldnet.att.net. 
WESSEX, Ethelfleda of Princess (I27580)
 
23
alias de MORVOIS.
Profession : Comte de Roussillon.

Count of Morvois (Morvais)

de Roussillon, régent de Provence 841, cte de Bourges 864-867

(Gérard), cte de Paris


Mittelalter DE.dir\gerhard_2_graf_von_paris_+_879.html

Gerhard II. Graf von Paris
------------ Dux von Vienne
800- 878/79
Begraben: Ponthieres
Ältester Sohn des Grafen Leuthard von Fezensac und der Grimhild; Bruder des Seneschall Adalhard
Lexikon des Mittelalters: Band IV Spalte 1311
*******************
Gerhard II., Graf von Paris, Dux von Vienne (Girard de Vienne)
-------------
+ 4. März 879
Begraben: Ponthieres
Sohn des Leotardus, Grafen von Fezensac und der Grimhildis, heiratete die ETICHONIN Berta, die Schwester Irmingards (oo LOTHAR I.). Als Graf von Paris leistete Gerhard II. 837/38 KARL DEM KAHLEN den Treueiid. 840/41 ging er zu LOTHAR I. über und verlor nach dessen Niederlage bei Fontenoy seine Grafschaft. Ihm blieben Besitzungen im Avalonnais und im Lassois. Comes palatini LOTHARS I., wurde Gerhard II. 844 Dux von Lyon und Vienne. Seit 855/56 übte er für seinen angeheirateten Neffen Karl von Provence de facto die Herrschaft aus; es gelang ihm, das Reich gegen Zugriffe vor allem KARLS DES KAHLEN zu schützen (861). 859 gründete Gerhard II. die Klöster Vezelay und Pothieres, die er, mit seinem im Herrschaftsgebiet KARLS DES KAHLEN liegenden burgundischen Besitz ausgestattet, dem Papst übertrug, unter Vorbehalt von lebenslangem Nießbrauch, tutio und defensio. Als Motiv für diese Maßnahme gilt die Sicherung der Güter vor westfränkischen Angriffen. Lothar II., 863 Nachfolger Karls von der Provence im Viennois und Lyonnais, ließ Gerhard II., der 860 gegen die Normannen siegreich war, in seiner Position. Nach dem Vertrag von Meerssen zog KARL DER KAHLE Heiligabend 870 ohne nennenswerten Widerstand in Vienne ein. Über Gerhards letzte Jahre herrscht Ungewißheit; möglicherweise wurde er nach der Leistung eines erneuten Treueids königlicher Siegelbewahrer KARLS DES KAHLEN (L. Levillain; anders R. Louis), - Als ‚Girad de Vienne‘ ‚de Fraite‘ oder ’de Roussillon‘ wurde Gerhard II. einer der namhaftesten Titelhelden der altfranzösischen Epik.
Deutsche Literatur:
-------------------
DBF XV, 1244f. – DHGE fasc. 119, 1476 – K.F. Werner (Braunfels, KdG IV), 431f. -
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Gerhard war einflußreicher Regent für Karl von der Provence, gründete die Klöster Vezelay und Pothieres und ging als der tüchtige Girart de Roussillon in die Heldensage ein.

Karl Ferdinand Werner: Seite 431
******************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

Gerhard war Graf von Paris unter LUDWIG DEM FROMMEN, ging 840/41 von KARL DEM KAHLEN zu Kaiser LOTHAR I. über, verlor dadurch zwar seine Grafschaft, erhielt aber eine noch bedeutendere Position im Mittelreich, wo er als Dux von Vienne und Lyon iin den Tagen des kranken Königs Karl von Provence (855-863) faktisch Regent war. Dieser "Girard de Vienne" der französischen Epik, der im Alter noch dem Angriff KARLS DES KAHLEN auf Vienne weichen mußte, hatte von Bertha, einer Tochter des Grafen Hugo von Tours, die Kinder Theudericus (starb jung) und Eva (Ava).



819
oo Berta von Tours, Tochter des Grafen Hugo
-



Kinder:
Theuderich
- jung

Ava
-





Literatur:
----------
Hlawitschka, Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen. Genealogische Studien zur Geschichte Lothringens und des Reiches im 9.,10. und 11. Jahrhundert, Saarbrücken 1969, Seite 165,167,171 - 
FÉZENSAC, Girard II ou Guerry de Ct of Paris, Duke of Vienne (I27612)
 
24
Alice de Mohun, living 1282, dead 1284; m. (1) as young child, William deClinton, the younger, d. by 1237; m. (2) by 1246 Robert IV de Beauchamp,adult 1244, living 1262-3, dead 1265-6, Lord of Hatch, Somerset, Justiceof Eyre for the Western Counties, son of Robert III de Beauchamp (styledFitz Simon), Lord of Hatch, somerset, by probably wife, Juliana(Brett?). [Ancestral Roots, line 246b-29] 
MOHUN, Alice de (I27358)
 
25
also Adela and Adelaide. Princess of France

=======================
.
SOURCES: "Ancestors/Descendants of Carolingien" http://www.geneastar.org. 
NEUSTRIE, Aelis van van de Elzas (I27630)
 
26
also Adelaide


vve de Conrad d'Auxerre, 2° femme de Robert le fort de Worms, de Tours, de Laon
s:Bauche


Mittelalter DE.dir\adelais_von_tours_graefin_im_argen_und_linzgau_+_nach_866.html

Adelais (Adelheid) von Tours Gräfin im Argen- und Linzgau
------------------------------- Gräfin von Paris
- nach 866
Tochter des Grafen Hugo von Tours und der Ava ; Schwester der Kaiserin Irmgard
Franz Vollmer: Seite 168
************
"Etichonen"
Hugo von Tours 2. Tochter Adelais heiratet zuerst den WELFEN Konrad, dessen eine Schwester Judith 819 2. Gemahlin LUDWIGS DES FROMMEN geworden ist, während die 2. Emma, 827 Frau Ludwigs des Deutschen wird. So bringt Adelais (Adelheid) auch die fortan bei den WELFEN verfolgbaren Familiennamen Adelais und Hugo zu den WELFEN. Dass Aelis/Adelais in 2. Ehe Robert den Starken heiratet, ist von der neueren Forschung wiederholt angenommen worden.
Gerd Tellenbach: Seite 338
*************
"Studien und Vorarbeiten zur Geschichte des großfränkischen und frühdeutschen Adels"
Nach dem Wortlaut der Brüsseler Handschrift sind wohl Mutter und Kind (Hrudulf) bei der Geburt gestorben. Nun findet man allerdings in der früheren Forschung die Theorie von einer 2. Heirat der Adelheid mit dem KAPETINGER Robert dem Tapferen [Miit der politischen Lage läßt sich eine Ehe Roberts mit Adelheid ganz schwer zusammenreimen. Robert erhielt nämlich 865 die Grafschaft Auxerre, die KARL DER KAHLE kurz zuvor dem Sohn Adelheids, Konrad, genommen hatte]. Sie erweckt jedoch schon beei chronologischen Erwägungen Bedenken. Wenn Konrad 862 zuletzt erwähnt, also in einem der folgenden Jahre gestorben, Robert der Tapfere 866 gefallen ist, bleibt für eine solche 2. Ehe, aus der vor dem Tode Roberts die beiden Söhne Odo und Robert hervorgegangen sein sollen, nicht viel Zeit. Eine verwandtschaftliche Verknüpfung zwischen WELFEN und KAPETINGERN ist wahrscheinlich, muß aber nicht über Adelheid gehen.



1. oo Konrad I. Graf im Argen- und Linzgau
-16.2.863
?2. oo Robert der Tapfere Graf von Paris
- 866 gefallen



Kinder:
Welf I. Graf im Argen- und Linzgau
- vor 876
Hugo "der Abt"
-12.6.886
Konrad II. Graf von Auxerre
- vor 876
Stammvater der Könige von Burgund
Rudolf
- früh verstorben 
TOURS, Adelheid de Countess of Tours (I27488)
 
27
also Alswitha


Ealhswyth Mucil
LDS Family History Library Ancestral File #8HS0-4G (familysearch.org)
WEB:
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: F. L. Jacquier (History of Charlemagne by Christian Settipani); L. Orlandini, Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. J P de Palmas (Aurejac et Tournemire; Frankish line; The Complete Peerage}, Jacquier (Genealogy of Lewis Carroll, Justin Swanstrom, The Royal Families of England Scotland & Wales by Burkes Peerage; Debrett's Peerage & Baronage; Table of descendants French Canadian Genealogical Society; Families of Monfnfort-sur-Risle & Bertrand de Bricquebec; The Dukes of Normandy, XXXXI), A. Brabant ("Dynastie Montmorency, Michel d'Herbigny), Paul Leportier, Claude Barret, H.R. Moser (Burke Peerage), O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, N. Danican (Britain''s Royal Families; Buthlaw, Succession of Strathclyde, the Armorial 1961-62) A.Terlinden (Genealogy of the existing British Peerage, 1842), L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron (Brian Tompsett), R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen, P. Ract Madoux (History of Morhange; Leon Maujean; Annuaire de Lorraine, 1926; La Galissonniere: Elections d'Arques et Rouen), Jean de Villoutreys (ref: Georges Poull), E. Wilkerson-Theaux (Laura Little), O. Auffray, A. Brabant (Genealogy of Chauvigny of Blot from "Chanoine Prevost Archiviste du Diocese de Troyes Union Typographique Domois Cote-d'Or 1925), Emmanuel Arminjon (E Levi-Provencal Histoire de l'Espagne Andalouse), Y. Gazagnes-Gazanhe, R. Sekulovich and J.P. de Palmas ("notes pierfit et iconographie Insecula", Tournemire), H de Riberolles (Base Tournemire), Franck Veillon; ,(Histoire Généalogique de la Maison de Hornes, Bruxelles 1848; Notice Historique Sur L'Ancien Comté de Hornes, Gand 1850; Europäische Stammtafeln, Marburg 1978); E.Driant / "La Maison de Damas" par Hubert Lamant, 1977 (Bibliothèque municipale d'Eaubonne)
........... http://geneastar.org.
AWTP:
"Spreading Like Kudzu" Sherry Huggins slh831@aol.com
"Stimpson Family" Cory Stimpson cbstimpson@hotmail.com
"Holler & Hartman Ancestors" Michael Holler mgholler@hotmail.com 
GAINSBOROUGH, Elswitha (Ealdburh or Ealswith) of of Mercia ; Queen of England (I27577)
 
28
also Edgiva.


dau.of Sigehelm, Ealdorman of Kent


SOURCES: LDS FHL Ancestal File # 8HS0-6S (familysearch.org)
WEB:
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: F. L. Jacquier (History of Charlemagne by Christian Settipani); L. Orlandini, Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. J P de Palmas (Aurejac et Tournemire; Frankish line; The Complete Peerage}, Jacquier (Genealogy of Lewis Carroll, Justin Swanstrom, The Royal Families of England Scotland & Wales by Burkes Peerage; Debrett's Peerage & Baronage; Table of descendants French Canadian Genealogical Society; Families of Monfnfort-sur-Risle & Bertrand de Bricquebec; The Dukes of Normandy, XXXXI), A. Brabant ("Dynastie Montmorency, Michel d'Herbigny), Paul Leportier, Claude Barret, H.R. Moser (Burke Peerage), O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, N. Danican (Britain''s Royal Families; Buthlaw, Succession of Strathclyde, the Armorial 1961-62) A.Terlinden (Genealogy of the existing British Peerage, 1842), L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron (Brian Tompsett), R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen, P. Ract Madoux (History of Morhange; Leon Maujean; Annuaire de Lorraine, 1926; La Galissonniere: Elections d'Arques et Rouen), Jean de Villoutreys (ref: Georges Poull), E. Wilkerson-Theaux (Laura Little), O. Auffray, A. Brabant (Genealogy of Chauvigny of Blot from "Chanoine Prevost Archiviste du Diocese de Troyes Union Typographique Domois Cote-d'Or 1925), Emmanuel Arminjon (E Levi-Provencal Histoire de l'Espagne Andalouse), Y. Gazagnes-Gazanhe, R. Sekulovich and J.P. de Palmas ("notes pierfit et iconographie Insecula", Tournemire), H de Riberolles (Base Tournemire), Franck Veillon; ,(Histoire Généalogique de la Maison de Hornes, Bruxelles 1848; Notice Historique Sur L'Ancien Comté de Hornes, Gand 1850; Europäische Stammtafeln, Marburg 1978); E.Driant / "La Maison de Damas" par Hubert Lamant, 1977 (Bibliothèque municipale d'Eaubonne)
........... http://geneastar.org.
AWTP:
"Updated -02/2004-Family Ancestry Tree For Weaver and Sanders" David Weaver dave@satcover.com
"Stimpson Family", Cory Stimpson cbstimpson@hotmail.com
"Holler & Hartman Ancestors" Michael Holler mgholler@hotmail.com 
KENT, Edgifre (Edgiva, Edgifu) of van Meopham ; Queen of England (I27586)
 
29
also Eudes. King of the Franks 
ROBERTIEN CAPET, Odo (=Eudes) [Capet] King of France (888-898), Cte de Paris et de Aquit (I27627)
 
30
also Gerhard I. Count of Auvergne


s:hg89.354


SOURCES: LDS FHL Ancestal File # (familysearch.org)
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: F. L. Jacquier (History of Charlemagne by Christian Settipani); L. Orlandini, Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. J P de Palmas (Aurejac et Tournemire; Frankish line; The Complete Peerage}, Jacquier (Genealogy of Lewis Carroll, Justin Swanstrom, The Royal Families of England Scotland & Wales by Burkes Peerage; Debrett's Peerage & Baronage; Table of descendants French Canadian Genealogical Society; Families of Monfnfort-sur-Risle & Bertrand de Bricquebec; The Dukes of Normandy, XXXXI), A. Brabant ("Dynastie Montmorency, Michel d'Herbigny), Paul Leportier, Claude Barret, H.R. Moser (Burke Peerage), O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, N. Danican (Britain''s Royal Families; Buthlaw, Succession of Strathclyde, the Armorial 1961-62) A.Terlinden (Genealogy of the existing British Peerage, 1842), L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron (Brian Tompsett), R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen, P. Ract Madoux (History of Morhange; Leon Maujean; Annuaire de Lorraine, 1926; La Galissonniere: Elections d'Arques et Rouen), Jean de Villoutreys (ref: Georges Poull), E. Wilkerson-Theaux (Laura Little), O. Auffray, A. Brabant (Genealogy of Chauvigny of Blot from "Chanoine Prevost Archiviste du Diocese de Troyes Union Typographique Domois Cote-d'Or 1925), Emmanuel Arminjon (E Levi-Provencal Histoire de l'Espagne Andalouse), Y. Gazagnes-Gazanhe, R. Sekulovich and J.P. de Palmas ("notes pierfit et iconographie Insecula", Tournemire), H de Riberolles (Base Tournemire)........... http://geneastar.org.
"Ancestors/Descendants of Charlemagne Carolingen" http://www.geneastar.org. 
AUVERGNE, Gerard I d' Count d'Auvergne (I27480)
 
31
also Guinidilda



Parents uncertain:

euweb.dir\barcelona1.html
m.877 Winilda of Ampurias /OR Guinidilda N [according to Michael Raffin's sources she was Guinihilde of Flanders ]



SOURCES: LDS FHL Ancestal File # (familysearch.org)
AWTP:
"The Ancestry of Overmire Tifft Richardson Bradford Reed" Larry Overmire larryover@worldnet.att.net 
VLAANDEREN, Winilda (=Guinidilda) van uncertain: or d'Ampurias (I27559)
 
32
also Hedwig. heiress of Houchin 
?, Hatwide heiress of Houchin (I27686)
 
33
also Hermentrude. Princess of France

Incertain : certains auteurs l'appellent Hersent de FRANCE ou Albérade de MONS.


NOTE: The Duchy of Lower Lorraine, after the death of the last Carolingian duke, was held by various local nobles. In 1100 Emperor Henry IV gave it to the Ct of Limburg; in 1106 Limburg transferred it to Godfrey of Louvain. Local nobles resented this and the duchy was fought over for most of the 12th century. The family finally abandoned the title of Lower Lorraine in favor of Brabant. The duchy contained Brussels, Antwerp and Louvain. Henry II of Brabant married Sophia, niece of Heinrich Raspe of Thuringia, a major landholder in Germany. Henry and Sophia's cousin Henry of Meissen fought over Thuringia. Meissen won Thuringia, but Sophia's descendants were given Hesse as a consolation.


SOURCES: LDS FHL Ancestal File # 8Q4M-CP (familysearch.org)
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. Jacquier , H.R. Moser , L. Orlandini, O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, A.Terlinden , L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron , R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen)... http://geneastar.org. 
LOTHARINGEN, Albérade ou Hersent [Karolingen ?] van neder- de Mons (I27553)
 
34
also Richaut and Richeut
2° femme


SOURCES: "Ancestors of Valery Giscard d'Estaing", http://www.geneastar.org 
PROVENCE, Richilde de de Metz (I27533)
 
35
also Rothilde and Roheut
Probable. Mais Pierre Riché pense qu'elle est plutôt la fille de la première épouse de son père, Ermentrude.
Profession : Abbesse à l'Abbaye de Chelles.

=============================

Rotilde de Neustria
SOURCES: LDS FHL AF # 9G62-4T (familysearch.org)
"Holy Blood, Holy Grail", by Michael Baigent, Richard Leigh, and Henry Lincoln, Delta trade paperbook, 2004, genealogy charts pgs. 248-249, 262-263, 266-267.
AWTP:
"Updated 02/2004-Family Ancestry Tree For Weaver and Sanders" David Weaver dave@satcover.com
_________________________________________________
NOTE: I have seen some sources who list Rothhaut as dau. of Charles II and his other wife Richilde de Provence, so this needs independent verication. 
KAROLINGEN, Rothilde Princess of France (I27549)
 
36
Ancestral File Number: 8PTN-VJ 
BEAUCHAMP, Joan de (I27326)
 
37
Ancestral File Number: 8PTN-WP 
BEAUCHAMP, Sybil de (I27336)
 
38
Ancestral File Number: 8PTP-06 
TOENI, Alice de (I27331)
 
39
Ancestral File Number: HPGR-TV 
BEAUCHAMP, James de (I27335)
 
40
Ancestral File Number: PZ5V-LW 
AUDLEY, Joan (I27333)
 
41
assassiné 
NORMANDIE, Guillaume I 'Longue Epée (=longsword)' de 2nd Duc de Normandie de 933 à 942 (I27644)
 
42
Attestée en 815 & 858. 
BOBBIO, Rothaïde de de Saint Quentin ; Countess of Vermandois (?) (I27603)
 
43
au combat 
ROBERTIEN, Robert IV Comte d'Anjou,Tours, Blois & Orléans (I27489)
 
44
Aurejac: zijn vader is Eberhard Wichman II. Ik volg hier voor zover mogelijk MittelAlter.DE.


Profession : Comte d'Alsace en 898 & de l'Ortenau & Argeu.
Décès : ou vers 920


Mittelalter DE.dir\eberhard_graf_+_nach_8982.html

Eberhard III Graf
-----------
- nach 898
Sohn des Grafen N.N.
Jedenfalls scheint Eberhard III. ein Ur-Ur-Enkel eines der Eticho -Söhne Baticho , Hugo oder Haicho zu sein (Vollmer Seite 177).
Heinrich Büttner:
*************
"Geschichte des Elsaß"
Die Abtei Münster im Gregoriental war bereits 898 wieder im Besitz des Grafen Eberhard .
Franz Vollmer: Seite 176-178
***********
"Die Etichonen"
Graf Eberhard III. übernimmt die Eigenkirchenrechte der Abtei Lüders/Lure, die der etichonen-blütige KAROLINGER-Herrscher Lothar II. seiner Konkubine Waldrada übergeben hatte, bei deren Rückzug ins Kloster Remiremont nach Lothars Tode "consanguinitatis occasione".
Der Blutzusammenhang der von Eberhard III. ausgehenden gut bezeugten Nachkommenschaft mit den frühen ETICHONEN dürfte an sich kaum geleugnet werden können, die Frage, wie Eberhard im einzelnen abgeleitet werden muß, findet aber keine klare Antwort durch eindeutige Quellen und hat so mehr oder weniger willkürliche Annahmen gezeitigt.
Mit diesem Grafen Eberhard nun setzt um 860 die 3. etichonen-blütige Familiengruppe ein. Von nun an ist der Boden der Überlieferung nicht mehr wesentlich unterbrochen, und es bereitet keine größeren Schwierigkeiten, die Linie unter Aussparung evventuell noch ungelöster Nebenprobleme vom 9. Jahrhundert zu den Nachkommen der Hauptlinie im 12. und 13. Jahrhundert durchzuziehen. Für Eberhard und beide folgenden Generationen liefert die Vita S. Deicoli der hochburgundischen Abtei Lure/Lüders das Nachrichtengerüst, das durch Urkundenangaben weitgehend in seiner Geschichtlichkeit gesichert werden kann.
Graf Eberhard III., "comes ...bellipontes de Alsaciae partibus", hat enge Beziehungen zu Hochburgund, wo er um 860/70 die Abtei Lure/Lüders nach Abtreten von Lothars II. Konkubine Waldrada wegen Verwandtschaft mit dieser usurpiert. Seine Gemahlin Adallinda, von der er einen Sohn Hugo hat, wird von ihm verstoßen; er nimmt eine Ersteiner Nonne zu sich. Möglicherweise ist Eberhard mit dem gleichnamigen Ortengaugrafen von 888 identisch; er hätte dann also den elsässischen Nordgau und die östlich des Rheins benachbarte Ortenau gleichzeitig verwaltet, 898 ist er jedenfalls noch am Leben. Der "illustris comes Eberhardus" ist zu diesem Zeitpunkt Eigenkirchenherr-Laienabt des Klosters Münster im Gregoriental und tritt auch in Straßburg als "illustrissimus comes" auf.
Michael Borgolte
**************
"Die Grafen Alemanniens"
EBERHARD (I)
belegt als Graf 886 IV 14 - 898 111 14,
Oberer Aargau 886 IV 14 - 894 VIII 26,
Ortenau 888 V 26
Belege mit comes-Titel: W II Nr. 650 (= Fontes rerum Bernensium I Nr. 66), D Arn. Nr. 24 (= Regesta Alsatiae I Nr. 632), UB Zürich I Nr. 153, DD Arn Nrn. 88 (= Regesta Alsatiae I Nr. 643), 130 (= W II Nr. 695), Regesta Alsatiae I Nr. 650, Vita S. Deicoli 677-679 capp. 12 f.
Literatur:
-----------
Krüger, Zähringer I 589-592 - Schulze, Gaugrafschaften 4 - Büttner, Geschichte des Elsass 154 mit A. 251 - Feger, Geschichte I 236,190 - Schmid, Familie, Sippe und Geschlecht 5 mit A. 9 - Vollmer, Etichonen 178 - Krebs, Geschichte der Ortenau 13138 - Keller, Einsiedeln 15f. - Wilsdorf, Les Etichonides 31f. - Flatt, Oberaargau 21 - Peyer, Zürich im Früh- und Hochmittelalter 173 - Borgolte, Die Geschichte der Grafengewalt im Elsaß 37-41,45 - DERS., Geschichte der Grafschaften Alemanniens, Kap. XI
In 2 Diplomen König ARNULFS von 891 (Nr. 88) und 894 (Nr. 130) werden die Tradita "im oberen Aargau" und in comitatu Eburhardi (Hebarhardi) lokalisiert. Damit ist die Grafschaft Eberhards deutlich vor der im Augstgau abgesetzt, welche in anderen Urkunden ARNULFS einfach dem pagus Aargau zugeordnet wurde (CHADALOH II). Dem entspricht, dass in einer St. Galler Tauschurkunde aus dem Jahr 886, in der es um Liegenschaften im heutigen Kanton Bern geht (W II Nr. 650), Eberhard in der Grafenformel erscheint (s.a. Art. ADALGOZ). Etwa gleichzeitig mit den Oberaargauer Belegen ist ein Graf Ebarhart/Eberhardus etc. im Elsaß und in der Ortenau bezeugt. Abermals aus einem Herrscherdiplom vom 26.5.888 geht hervor, dass der Priester Isanpreht auf Bitten des Grafen Ebarhart in pago Mortunouua vocato in comitatu Ebarhardi in locis Ouuanheim et Baldanheim nominatis hobas VIII erhalten habe (D Arn Nr. 24). Isanpreht soll nach dem Willen des Königs das Recht haben, den Besitz einem seiiner Verwandten zu hinterlassen; nach beider Tod sind die Hufen in der Ortenau aber für das Marienkloster in Straßburg bestimmt. 10 Jahre darauf tradierte Herimuodt dem Kloster Münster im Gregoriental, das unter der Leitung Graf Eberhards und Abt Engilfrids stand, einen Teil seines Besitzes in den elsässischen Ortschaften Egisheim und Türkheim und erhielt von der Abtei die Güter und weiteren Klosterbesitz in Altdorf gegen Zins zurück (Regesta Alsatiae I Nr. 650). Die in der Urkunde dokumentierte Handlung fand am 14.3.898 in civitate Strazbuurug presente illustrissimo comite Eberhardo statt; unter den testes idonei steht der Graf an 1. Stelle. Die Identität des Münsterer Klostervorstehers mit dem Grafen in der Ortenau wird dadadurch sehr wahrscheinlich, dass Isanprehts Güter dereinst an ein Kloster in Straßburg fallen sollten, wo Eberhard als illustrissimus comes auftrat. Andererseits möchte ich für sicher halten, dass auch der Graf im Oberaargau mit dem Amtswalter iim Elsaß und in der Ortenau personengleich gewesen ist. In dem obengenannten Diplom ARNULFS von 891 ist es nämlich monasterium Argentinensis civitatis, ubi principalis episcopii sui (sc. Biscnoi Baldrams) sedes est, also die Kirche von Straßburg, die Besitz im Aargau erhält.
Mit dieser Deutung der Belege werden bereits von anderer Seite vorgebrachte Vermutungen über eine Identität des Aargauer und des Elsässer (Flatt) bzw. des Elsässer und des Ortenauer Grafen (Vollmer) verdichtet. Den elsässischen Eberhard konnte die Forschung überzeugend in das Geschlecht der ETICHONEN einordnen (Vollmer, Büttner; vgl. aber WILSDORF). Nähere Aufschlüsse über ihn und seine Familie gibt die Vita S. Deicoli aus der burgundischen Abtei Lure/Lüders. Demnach hat comes Heberardus, der regnum Burgundionuem frequepitare erat solitus, von Waldrada, der Friedelfrau oder Konkubine, seiner Verwandten, Kloster Lüders erhalten und seinen Nachkommen vererbt. Wenn man der Chronologie der Vita folgen darf, übergab Waldrada Eberhard die Abtei, nachdem Lothar II. verstorben (869 VIII 8) und sie selbst in das Damenstift Remiremont eingetreten war (Vita 679 Z. 25-31).
Die Grafenstellung Eberhards geht im Oberen Aargau bereits in die Zeit KARLS III. zurück. Als nach dem Tod des abgesetzten Kaisers König Rudolf I. von Burgund nach Toul vorstieß, mußte ARNULFS Herrschaft im Elsaß gefährdet erscheinen. Der ostfränkische König scheint deshalb Eberhard, der sich in den burgundisch-elsässischen Verhältnissen bestens auskannte und schon länger als Aargauer Graf Nachbar des transjuranischen comes bzw. marchio Rudolf gewesen war, vor oder im Mai 888 mit der Grafengewalt im Unterelsaß (Straßburg) und in der Ortenau ausgestattet zu haben. Dabei hat ARNULF wohl auch das Elsaß administrativ in Nordgau und Sundgau aufgeteilt. Ob der Nordgau, die Ortenau und der Obere Aargau, die durch verschiedene Zeugnisse der Grafengewalt Eberhards zugeordnet werden, jeweils eigene Grafschaften gebildet haben oder zusammen den Comitat Eberhards ausmachten, läßt sich bei den spärlichen Zeugnissen für die drei Landschaften nicht entscheiden (Borgolte).


Vom 27. Juni 889 datiert eine Züricher "Privaturkunde", die hier abschließend erörtert werden muß. Die von Ludwig dem Deutschen gegründete Frauenabtei SS. Felix und Regula, der zunächst die Königstöchter Hildegart und Berta und dann Richgard , die Tochter des elsässischen Grafen Ercangar und Gemahlin KARLS III., vorgestanden hatten, wurde nach dieser Quelle zum gegebenen Zeitpunkt von Eberbart comes cum advocatu suo Adalberto geleitet (UB Zürich I Nr. 153). Eberhart hatte offenbar die Nachfolge Richgards nach deren Entlassung durch KARLS III. bzw. nach dem Sturz des Kaisers angetreten; eine solche Stellung kann er wohl nur durch König ARNULF erhalten haben, so dass der Schluß auf eine Identität Eberbarts mit Eberhart, naheliegt. Die Vermutung wird noch verstärkt durch die Beobachtung, dass die ETICHONEN im Elsaß seit langem mit den Verwandten Richggards , den "ERCHANGAREN", konkurriert hatten, diese aber nach Richgards Rückzug nach Andlau politisch entmachtet gewesen zu sein scheinen (s. Borgolte, Die Geschichte der Grafengewalt im Elsaß 25-46). Nach der Züricher Urkunde kann Eberhard freilich noch nicht als Graf im Zürichgau bestimmt werden (so Krüger). In der Forschung hat man ihn überdies als Stammvater der NELLENBURGER (zuletzt Feger, vgl. aber Krüger; Hils, Nellenburg 47) und Verwandten Reginlinds, der Gemahlin der schwäbischen Herzöge Burchard II. und Hermann I., betrachtet (vgl. Keller 21f.; Zotz, Breisgau 86f.). Der Versuch, Eberhard als Vater der Reginlind zu erweisen (Neugart, Episcopatus Constantiensis I 184-186; Stälin, Geschichte I 553; danach Ringholz, Einsiedeln 33, Peyer,), oder die Vermutung, er sei deren Bruder gewesen (von Wyss, Abtei Zürich 16 A. 82; vgl. aber Siegwart, Chorherren 184 A. 5), haben sich allerdings nicht durchsetzen können. In die Zeit Eberhards fällt auch ein Diplom ARNULFS von Kärnten, nach dem ein Graf EBERHARD (II) in der Hattenhunta bzw. im Sülchgau amtiert hat. Eine Identität mit Eberhard ist möglich, kann aber nicht hinreichend begründet werden (anders Krüger 589f., vgl. Kimpen, Königsgenealogie 49f.).
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

oo Adellinda
-





Kinder:
Hugo
NORDGAU, Eberhard III, graf van von Habsburg (I27610)
 
45
Certains auteurs l'appellent DE MORVOIS. 
MORVOIS, Bertha van Paris de (I27611)
 
46
Châtelaine d'Amiens.


SOURCES: LDS Family History Library, ancestral file #87NX-97 (familysearch.org)
"Ancestors/Descendants of Royal Lines" (Contributors: Manuel Abranches de Soveral, Reynaud de Paysac, F.L. Jacquier , H.R. Moser , L. Orlandini, O.Guionneau, L.B. de Rouge, E. Polti, A.Terlinden , L. Gustavsson, C. Cheneaux, E. Lodge, S. Bontron , R. Dewkinandan, H. de la Villarmois, C. Donadello; Scevole de Livonniere, H. de la Villarmois, I. Flatmoen)... http://geneastar.org.
"Updated 02/2004-Family Ancestry Tree For Weaver and Sanders" David Weaver dave@satcover.com 
VLAANDEREN, Hildegard van Châtelaine d'Amiens. (I27652)
 
47
Count in the Lobdengau, Lord of Hornbach



Stammvater der SALIER

Ahnherr des salischen Kaiserhauses




Mittelalter DE.dir\werner_1_praefekt_des_ostlandes_+_814.html

Werner I. Präfekt des Ostlandes (802/03-806)
------------
um 760/65- 814 ermordet
Pfalz Aachen
Sohn des Grafen Lantbert (siehe Datei WIDONEN) und der Dietberga (Theotberga)
Thiele Andreas: Tafel 389
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte"
Band II, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser I
Werner I. (Warnharius) entstammte der Stiftergruppe um die Klöster Hornbach und Mettlach. Er war 766 Mitbesitzer von Hornbach und schenkte Besitz im Taunus an das Kloster Fulda. Er war der Stammvater der SALIER.
Mitterauer Michael: Seite 69
****************
"Karolingische Marken im Südosten"
Werner war 782 beim Schiedsspruch KARLS DES GROSSEN im Streit um das Kloster Mettlach als Partei anwesend. Zusammen mit seinem Neffen Lantpert wurde Werner 814 nach dem Tode Kaiser KARLS von König LUDWIG nach Aachen vorausgeschickt, um den Hof von unlauteren Elementen zu säubern. Es kam dabei zu einer blutigen Auseinandersetzung, in deren Verlauf Werner von einem gewissen Hodoin getötet wurde. Von diesem Werner stammen ein Herard, eine Willigart und ein jüngerer Werner, der 865 als alleiniger Besitzer des Klosters Hornbach genannt wird. Er ist vielleicht der Ahnherr des salischen Kaiserhauses.
Metz Wolfgang: Seite 3
*************
"Miszellen zur Geschichte der Widonen und Salier, vornehmlich in Deutschland"
In einer Urkunde KARLS DES GROSSEN aus dem Jahre 781/91, vermutlich 782, müssen die drei Brüder (germani) Wido, Hrodold und Warnar als Söhne eines Lantbert auf ihre Absprüche auf das Kloster Mettlach gegenüber dem Erzbischof von Trier verzichten. Die Brüder Wido und Werner der Mettlacher und der Hornbacher Urkunde werden seit der Arbeit von Baldes als personengleich angesehen und somit als Vorfahren des Herzogs Wido von Spoleto, der später (vor 842) den Anspruch auf Mettlach erneuert.




oo N.N.
-



Kinder:
Herard
-
Willigart
-
Werner II .
-



Literatur:
------------
Metz, Wolfgang: Miszellen zur Geschichte der Widonen und Salier, vornehmlich in Deutschland, in: HJb 85 1965, Seite 145-159 - Mitterauer Michael: Karolingische Markgrafen im Südosten. Archiv für österreichische Geschichte Band 123. Hermann Böhlaus Nachf./Graz-Wien-Köln 1963 Seite 69 -
Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 2 Deutsche Kaiser-, Königs-, Herzogs- und Grafenhäuser II, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 389 - 
HASPENGAU, Werner I d' Präfekt des Ostlandes (802/03-806) (I27508)
 
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Count of Aargau and Auxerre

Count in the Argenau and the Linzgau, Count of Auxerre, Lay Abbot of St Germain
d'Auxerre

de Linzgau, de Paris, dit Conrad Welf, 1° mari
s: theroff.welf


Mittelalter DE.dir\konrad_1_graf_im_linz_und_argengau_+_863.html

Konrad I. Graf im Argen- und Linzgau
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-16.2.863

Sohn des Grafen Welf und der Heilwig , Tochter von Graf Isanbart
Konrad I. war wohl mit den Vorfahren der KONRADINER verwandt und rivalisierte in Schwaben mit der Familie der UDALRICHE, der KARLS DES GROSSEN Frau Hildegard angehörte (Nachkommen der alemannischen Herzöge), löste sie als enger Berater und Vertrauter seines kaiserliches Schwagers ab und begründete den Aufstieg zur einflußreichsten Familie in Schwaben. Er wurde 833/34 mit Kaiser LUDWIG DEM FROMMEN inhaftiert und war danach Graf im Linzgau, Albgau, Rheingau, Argengau/Schussenried, Eritgau und Zürichgau und Laienabt von Auxerre und St. Germain. Er bereitete 843 mit den Vertrag von Verdun vor und war bis 859 treue Stütze von König Ludwig II. dem Deutschen gegen den französischen Neffen. Er fiel plötzlich von Ludwig ab, während didieser gerade versuchte, Frankreich zu erobern und entschied damit das Schicksal des Reiches und seiner Familie, die politisch auch so auseinanderwuchs, dass schon nach wenigen Generationen das Bewußtsein einer gemeinsamen Herkunft verloren ging. Er verlor alle Grafschaften im ostfränkischen Reich und sein Sohn verschwand weitgehend aus der Überlieferung seiner Zeit. Konrad baute in Burgund mit französischer Hilfe neue Machtpositionen aus und wurde Graf von Auxerre.
Borgolte Michael: Seite 165-170
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"Die Grafen Alemanniens"
Konrad (I)
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belegt als Lebender 830,
belegt als Graf 834/51 X 8, 839 I 21 - 849/50/56 VII 9,
Grafschaft am Nordufer des Bodensees 839 I 21 - 849/50/56 VIl 9, ?853 IX 24
- Argengau 839 I 21 - 849/50/56 VII 9, ?853 IX 24
- Alpgau (Allgäu) 839 X 13
- Linzgau ?844 IV 5, 844 IX 11
- ?Rheingau ?853 IX 24,
Bereich der Alaholfsbaar 839 Vi 20,
belegt als Verstorbener + nach 862)
Belege mit comes-Titel:
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W II Nr. 417 (auch mit dux-Titel), W I Nr. 378, WUB I Nr. 102 (= BM Nr. 994), W I Nrn. 380f., W II Nrn. 390, 392,443,450, Walahfridi Strabi Carmina 387 Nr. XXXVII, W II Nr. 424, D Ldl Nr. 103 (= W II Nr. 479, Clavadetscher-Staerkele, Dorsualnotizen 110f.), ? Necrologium monasterii sancti Galli 481 ad. 21.9. (= St. Galler Todtenbuch 53)
Belege ohne comes-Titel:
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Das Verbrüderungsbuch der Abtei Reichenau 98A2, Walahfridi Strabi Carmina 369 Nr. XXI, ? Liber Viventium Fa-bariensis pag. 165 (= Piper, Libri Confrat. 393 col. 154, 3)
Literatur:
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Stälin, Geschichte I 327f.,331 - Dümmler-Wartmann, St. Galler Todtenbuch 68 - Meyer von Knonau, Geschlechtskunde 76f. - Baumann, Gaugrafschaften 43,76 - Ders., Allgäu I 181 - Dümmler, Ostfrk. Reich I 129,442 - Knapp, Buchhorner Urkunde 206f.,213f., 225f. - Sepp, Stammbaum 1 A. 2 - Bauer, Gau und Grafschaft 96 A. 30 - Tellenbach, Königtum und Stärnme 53 Nr. 33b - Jänichen, Baar und Huntari 121,130,137f., Tafel: "Die Grafen der Baaren" im Anhang - Tellenbach, Welfen 336-340 - Fleckenstein, Welfen 90,93 A. 123,96,109,116 A. 248,119-124,131,134 - Wollasch, Auxerre 191, 206,208f. mit A. 112,211 - Vollmer, Etichonen 168f. - Schmid, Königtum, Adel und Klöster 288f.,308 - Ders., Welfisches Selbstverständnis 406-408 - Metz, Heinrich "mit dem goldenen Wagen" 158f. - Schulze, Grafschaftsverfassung 83f.,102,121f.,135,141 - Bilgeri, Geschichte Vorarlbergs I 73,75,86 - Borst, Pfalz Bodman 186f., 195f. - Jordan, Heinrich der Löwe 2f.,295 - Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens, Kapp. V.4, VIII
Aus der Zeit von 839 bis ca. 849/56 sind im St. Galler Urkundenbestand acht cartae Überliefert, die in der Grafenformel den Namen Chunaradus, Chuonratus etc. bieten. Die zeitliche und räumliche Nachbarschaft dieser Belege rechtfertigt die Annahmhme, dass es sich je um eine und dieselbe Person gehandelt hat. Nach einigen Urkunden mit einer Lokalisierung der Tradita war Konrad Graf im Argengau (Nr. 450; für einen Teil der Tauschobjekte Nr. 381), im Linzgau (Nr. 390) und im Alpgau (Allgäu: Nr. 380).
Dem Argengau muß auch der Güterort Mitten in Nr. 378, dem Linzgau Teuringen in Nr. 392 (vgl. Nr. 390) angehört haben. Lauterach, das in Urkunde 424 neben Altstätten, in Nr. 443 allein erscheint, wurde früher dem Rheingau (Baumann, Gaugrafschafteen 46; Meyer von Knonau, Rheingau 212f.; Knapp 203, 207), neuerdings aber dem Argengau zugerechnet (Bilgeri, Besiedlung 9-11; Ders., Geschichte Vorarlbergs I 75, 270 A. 142); wenn sich der Beleg Konrads in Nr. 424 auch auf Altstätten bezieht, ist Konrad aufgrund der Urkunde allerdings doch als Graf im Rheingau zu betrachten. Neben dem Linz- und Argengau bildete der Alpgau (und gegebenenfalls auch der Rheingau) nachweislich seit Konradeinen Bestandteil der Grafschaft am Nordufer des Bodensees (s. Borgolte 194 zum möglichen Datum der Einbeziehung des Alpgaus in die Bodenseegrafschaft). Einen frühen Beleg für Konrad enthält offenbar eine Schenkungsurkunde LUDWIGS DES FROMMEN für Reichenau vom 20. Juni 839 (WUB I Nr. 102). Das Inselkloster erhielt vom Kaiser unter anderem quandam partem census seu tributi, quae nobis annuatim ex Alamannia persolvebantur, videlicet ex centena Eritgaouua nancupatam et ex ministerio Chuonradi comitis. Die Parallestellung der Wendungen ex ccentena Eritgaouua und ex ministerio Chuonradi comitis läßt sich wohl nur so verstehen, dass Konradim Eritgau amtierte; aus dem Text geht aber nicht hervor, dass die Centene mit dem ministerium Konrads voll identisch war (vgl. Bauer, Schulze 135, Jänichen 121, s. Borgolte, Kap. V.4; s. a. Art. RABAN).
Der erste der zitierten Nachweise Konrads stammt vom 21. Januar 839 (Nr. 378). Er betrifft die Gegend um Wasserburg am Bodensee, in der vielleicht noch am 23. November des Vorjahres Ruachar (I, II) belegt ist. Diese Konstellation hat zu der Annahme geführt, dass die Einsetzung Konrads mit dem von LUDWIG DEM FROMMEN erzwungenen Rückzug Ludwigs des Deutschen nach Bayern am 7./10.1.839 (Dümmler, I 128, BM Nr. 984e) zusammenhing (Meyer von Knonau, Geschlechtskunde 76f.; Dümmler I 129; Knapp 225); aus einem an Walahfrid Strabo gerichteten Brief scheint hervorzugehen, dass Konrad allerdings schon im Frühjahr 838 als Graf in Alemannien vorgesehen war (zu Formvlae 368 Nr. 7 s. Schmid, Königtum, Adel und Klöster 287-289 und Art. ATO I; zur Alemannienpolitik LUDWIGS DES FROMMEN Ende der 30-er Jahre allgemein s. Borst, Pfalz Bodman 187; Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens 193). Da der Konflikt zwischen dem Kaiser und seinem Sohn auf den Streit um die künftige Steellung KARLS DES KAHLEN zurückging, vermutete man in der Forschung, Konrad müsse mit dem gleichnamigen Bruder der Kaiserin Judith identifiziert werden, also als Sohn Welfs (I) ein WELFE gewesen sein.
Dieser Konrad hatte bereits 830 das Schicksal Judiths geteilt, als die zweite Gemahlin LUDWIGS DES FROMMEN durch die Anhänger Pippins von Aquitanien vom Hofe vertrieben und vorübergehend in Klosterhaft gegeben wurde (Annales de Saint-Bertin 2 ad a. 830; Thegan, Vita Hludowici 597 cap. 36; Nithardi Historiarum libri IIII 3 cap. I, 3; Tenberken, Die Vita Hludowici Pii auctore Astronomo 155 cap 46 = Vita Hludowici Imperatoris 634 cap. 46).
Bei der Identifizierung des Grafen Konrad mit Judiths Bruder war vorausgesetzt, dass eine weitere, bisher noch nicht erwähnte St. Galler carta aus der Mitte des 9. Jahrhunderts stammt (W II Nr. 417). Die Urkunde betraf die Freilassung eines Hörigen in uilla Hostrahun (Hoftrahun), die in Anwesenheit der Königsboten Salomon und Reginolf sowie Hiltibalds, des missus Honrati comitis, vorgenommen wurde. Der ungewöhnliche Schlußvermerk sub Honrato duce nobilissimo bezog sich offenkundig auf die in der Urkunde vorher comes genannte Person. Da die Herkunft des Freigelassenen aus dem Dokument nicht erhellt und die Identität des Actumortes umstritten ist, darf Honratus aufgrund der Urkunde nicicht als Graf im Linzgau (so Meyer von Knonau, Geschlechtskunde 76 A. 6), im Eritgau (so Baumann, Gaugrafschaften 76, Knapp 206), in der Goldineshuntare (so Jänichen und Bilgeri, Geschichte Vorarlbergs I 73), im Alpgau so Bauer) bzw. als Vorstand eines schwäbischen Huntarensystems betrachtet werden (so Jänichen 130, 137f., s. Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens 149). Wartmann hat das dreiteilige Datum nach der Epoche des Vertrags von Verdun aufgelöst und den 8.10.851 errerechnet. Der dux bzw. comes Honratus wäre demnach in der Zeit Konrads nachgewiesen und sicher mit diesem zu identifizieren. Da Ludwig der Deutsche in der Datierung als "König der Alemannen und Bayern" bezeichnet wird, könnte sich die Jahresangabe aber auch auf die bayerische Epoche Ludwigs von 826 beziehen; auch dabei ergäbe sich mit dem 8.10.834 ein widerspruchsfreies Datum (s. Borgolte, Kommentar: zu Nr. 417). Setzt man diese Ausstellungszeit der Urkunde voraus, so dürfte Honratuswegen des auszeichnenden Titels dux nobilissimus sicher ebenfalls mit dem Schwager des Kaisers gleichgesetzt werden; die politische Übereinstimmung LUDWIGS DES FROMMEN und Ludwigs des Deutschen im Jahr 834 (s. Dümmler I 90-112) ließe durchaus die Vermutung zu, dass der WELFE mit Verwaltungsaufgaben in Alemannien betraut worden war und seine Beauftragten neben Boten Ludwigs des Deutschen in Erscheinung traten. Andererseits gäbe es wohl keinen ausreichenden Grund, den dux (bzw. comes) von dem seit 839 häufiger genannten Grafen zu trennen. Freilich wäre bemerkenswert, dass so nach dem ersten Nachweis Konrads eine Beleglücke von mehr als 4 Jahren entstünde.
Vorderhand gibt es keine durchschlagenden Argumente für eine der beiden diskutierten Lösungen, ja man muß sogar noch mit anderen Jahren rechnen, wenn Schreiber Watto von gebräuchlicheren Epochen ausgegangen war und eines der 3 Zeitelemente falsch angegeben hatte. Es bleibt aber festzuhalten, dass wahrscheinlich alle zitierten Belege auf dieselbe Person, den Bruder Judiths, bezogen werden können.
Die Grafentätigkeit in Alemannien war nur ein Aspekt der politischen Aktivitäten Konrads. Als bedeutender Adliger mit reichsweiten Beziehungen, als "Reichsaristokrat" im Sinne Tellenbachs (Königtum und Stämme 53), ist der Bruder Judiths oftmals hervorgetreten. 842 verhandelte er im Auftrag Ludwigs des Deutschen und KARLS DES KAHLEN mit Kaiser LOTHAR (Dümmler I 181f.), und 20 Jahre später, im November 862, erscheint er als Berater Ludwigs und Lothars II. bei deren Zusammenkunft mit KARL in Savonnieres (Annales de Saint-Bertin 94f.; Dümmler II 43f.). Konrad war verheiratet mit Adelheid , einer Tochter des ETICHONEN Hugo (Vollmer; Levillain, L'Alsace 177; Wilsdopf, Les Etichonides 23f.), durch die der Name Eticho in den Zweig der süddeutschen WELFEN gekommen sein dürfte (Fleckenstein 125 A. 287, vgl. 122 mit A. 275; Sepp; Welf II); in Saint-Germain d'Auxerre ließen Konrad und seine Gemahlin seit 841 neue Krypten errichten, die am 6.1.859 durch KARL DEN KAHLEN ihrer Bestimmung übergeben wurden (Wollasch 191f.,206, 208f., mit Angabe weiterer Quellen aus dem westfränkischen Gebiet). Nach einer Anspielung Walahfrid Strabos, der ihm auch ein eigenes Gedicht gewidmet hat (Walahfridi Strabi Carmina 387), scheint Konradauch mit Saint-Maurice d'Agaune in Verbindung gestanden zu haben (Walahfridi Strabi Carmina 369; Fleckenstein 93 A. 123; Tellenbach, Der großfränkische Adel 63; Önnerfors, Walahfrid 101).
Für das Geschlecht Konrads, die WELFEN, wurde von herausragender Bedeutung, dass Konrads Söhne Hugo und Konrad der Jüngere um 858/59 von Ludwig dem Deutschen zu KARL DEM KAHLEN übergingen (Annales Fuldenses 51 ad a. 858; Dümmler I 442; BM Nr. 1436d). Fleckenstein (Welfen 123-126) hat den Parteiwechsel Hugos und Konrads des Jüngeren als Zäsur in der älteren Geschichte der WELFEN angesehen, als "Bruch, wenn nicht im genealogischen, so jedenfalls im historischen Sinne". Er bezeichnete 859 als Epochenjahr des Geschlechts, da sich seither in Burgund und S-Deutschland zwei eigenständige, miteinander offenbar nicht in Verbindung stehende Zweige entwickelt hätten, deren Angehörigen die Überwindung der Teilreichsgrenzen nicht mehr gelingen sollte (s.a. Art. Welf II, vgl. Schmid, Welfisches Selbstverständnis 409, Metz 158f.). Im selben Zusammenhang wurde das Ende der "privaturkundlichen" st. gallischen Belegkette für Konrad, das nach Wartmanns Reduktionen ins Jahr 856 gefallen sein sollte (Nr. 450), auf eine Vergeltungsmaßnahme Ludwigs des Deutschen zurückgeführt (Fleckenstein 123 f.). Nun zeigt sich aber bei genauerer Betrachtung der St. Galler cartae mit Konrads Namen in der Grafenformel, dass die Belege schon 849 ausgelaufen sein könnten; die chronologische Entsprechung zwischen reichspolitischen Ereignissen und der alemannischen Urkundenüberlieferung, die Anlaß für die Vermutung einer Ablösung Konrads um 859 gegeben hatte, ist also nicht gesichert. Neben oder nach Konrad ist in der Bodenseegrafschaft Welf (II) bezeugt, der aufgrund seines Namens als Verwandter, vielleicht weiterer Sohn Konrads anzusehen ist. Auch die Welf betreffenden Urkunden W II Nrn. 452,457 und 462 müssen nicht erst aus den Jahren 857/58 (so Wartmann) stammen. Andererseitits kann Udalrich (IV), sicher kein WELFE, schon 854/55, also vor 858/59, an die Stelle oder neben Konrad und Welf (II) getreten sein (s.a. Art. Pabo). Eine Frühdatierung des 1. Belegs für Udalrich hat um so mehr für sich, als Ludwig der Deutschche seit ca. 853/54 seine Herrschaftsgrundlagen in Alemannien allenthalben erneuert hat (s. Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens 194 und bes. 123). Es könnte also sein, dass Udalrich (IV) die WELFEN mit Unterstützung König Ludwigs am Nordufer des Bodensees verdrängte und so den Übergang Hugos und Konrads des Jüngeren zu KARL DEM KAHLEN mit herbeigeführt hat.


Am 1.4.861, jedenfalls nach den letzten Belegen für Konrad und Welf (II) in der Grafenformel, aber auch sicher nach dem 1. Zeugnis für Udalrich (IV) am Bodensee, hat Ludwig der Deutsche einen Tausch des Grafen Konrad mit Abt Grimald von St. Gallen im Linz- und Argengau bestätigt (D LdD Nr. 103). An der Identität diesesKonrad mit Konrad kann kaum gezweifelt werden. Wenn Konrad noch nach 858/59 im Linz- und Argengau über Güter verfügt hat, fragt es sich, weiche Rolle er damals in Alemannien gespielt hat. Zur Beantwortung dieser Frage muß die Königsurkunde sorgfältig analysiert werden; dabei sollen auch andere Tauschbestätigungsurkunden Ludwigs, die offenbar auf dasselbe oder verwandte Formulare in der Kanzlei zurückgehen, zum VVergleich herangezogen werden (DD Nrn. 39,88,127,159f.). Besonders hilfreich sind die Analogiefälle bei der Interpretation des narrativ dargelegten Tauschgeschäftes zwischen Konradund Grimald. Die betreffenden Sätze lauten: Dedit itaque praefatus Chuonratus praedicto abbati ad monasterium sancti Galli in comitatu Linzigauge in loco nuncupato Eigilesuuilare unam basilicam et casam cum curte ceterisque edificiis ac de terra culta LX iugera in Foraste iacentia nec non et unum novale iacentem in marcha Argungaunensium inter Eigilesuuilare et Forastum et Rotinbabc situm. Et ecentra accepit a supradicto abrate ex parte monasterii sancti Galli hobas III plenzter emensas inter Richinbach et Liubilinuuang sitas, ea videlicet ratione ut utraque pars accepti ius concambii perpetuis deinceps temporibus inconvulsum et inviolabile absque ullius inquietudine vel repetitione possideat. Bemerkenswerterweise fehlt in dem Diplom jeder ausdrückliche Hinweis auf eine übergeordnete königliche Verfügungsgewalt an den Tauschobjekten, den man bei dem Akt einer herrscherlichen confirmatio erwarten darf. In allen anderen Diplomen Ludwigs mit einem entsprechenden Rechtsgeschäft wird von einer proprietas regis (D Nr. 39) gesprochen oder doch verdeutlicht, dass der Taisch selbst mit königlicher Erlaubnis zustande gekommen war (per licentiam nostram: DD Nrn. 88,127,159f.). Kein Zweifel: Ludwig der Deutsche hat bewußt vermieden, ein königliches Obereigentum in Eigilesuuilare, FForaste und Rotinbahc zu betonen und daraus eine Weisungsgebundenheit Konrads abzuleiten. Die Narratio des Diploms kann man aber nur voll verstehen, wenn man den folgenden, meist übersehenen Passus dazunimmt: Insuper etiam ex nostra largitione ad praefatum monasterium concedimus, ut ipsa familia in ipsa cellula manens potestatem habeant materia et ligna cedendi et pasturam animalibus, qui in eadem cellula sunt, hoc est in iumentis et bubus et ovibus et porcis atque capris. Ludwig schenenkte also den Leuten bei der basilica von Eigelesuuilare das Recht freier Holzung und Hütung. Damit ist klar, dass der König in oder bei den genannten Ortschaften eigene Besitzrechte hatte, die von denen Konradsüberlagert waren. Königsgüter oder doch gräfliches Amtsgut war offenbar in die Verfügungsgewalt Konrads so weit übergegangen, dass die Eigentumsverhältnisse unklar oder strittig erscheinen konnten. Wenn dies so ist und wenn Ludwig den Eindruck vermeidet, der Tausch sei auf seine Veranlassung hin erfolgt, liefert das Diplom keine Argumente für weiterbestehende Grafenrechte Konrads im Comitat am Bodensee (anders Schulze 84). Allerdings zeigt die Urkunde auch, dass Udalrich (IV) bei seiner Amtsführung noch mit gewichtiger welfischer Präsenz rechnen mußte.
Bis zum April 861 hat es gedauert, ehe Konrad von angemaßten oder zugestandenen Besitzrechten in seiner vormaligen Grafschaft gelassen hat. Auch jetzt wurde er aber nicht ganz aus der Bodenseegegend verdrängt. Im Tausch erhielt er aus St. Galleler Klosterbesitz 3 Hufen zwischen Rickenbach und einem Ort an der Leiblach. Welches Gewicht die Neuerwerbungen hatten, läßt sich nur schwer ermessen, doch will beachtet sein, dass Leiblach ausgerechnet in der Zeit Graf Welfs (II) als bevorzugteter Actumort St. Galler Urkunden erscheint (W II Nrn. 452,457,462; s. Meyer von Knonau, Besitz 200f.). Die Tatsache, dassKonrad im Argengau sogar über 861 hinaus begütert bleibt, schwächt zumindest hinsichtlich seiner Person die Vorstellung eines Bruchs in der WELFEN-Geschichte von 859 ab (vgl. Metz und Schmid, Welfisches Selbstverständnis 409).
Nach der welfischen Historiographie hat Heinrich "mit dem goldenen Wagen", der angebliche Vater des Bischofs Konrad von Konstanz (934-975), von einem Kaiser ein beträchtliches Lehen erworben (Fleckenstein 128-131; s.a. Art. Heinrich). Aus dem Annalista Saxo (764 Z. 21 f.) und dem Anhang IV zur Sächsischen Weltchronik (275 Z. 12f.) scheint hervorzugehen, dass dieses Lehen an der Schussen nördlich von Tettnang lag (König, in: Historia Welforum 140f. A. 255, zustimmend Fleckenstein 130, Oexele, Die "sächsische Welfenquelle" 456f.); dort hat Ernst auch das von Konradweggegebene Gut vermutet (vgl. Borgolte, Kommentar: zu Nr. 479). Trifft die Erzählung über Heinrich zu, dann hätte dieser also im selben Bereich wie früher Konrad königliche Güter erworben. Schmid (Welfisches Selbstverständnis 406-408) konnte durch eingehende Interpretation der welfischen Quellen zeigen, dass alle Heinrich verliehenen Züge vorzüglich auf den in den Quellen gut faßbaren Konrad zutreffen. Wenn man daraus mit Metz und Bilgeri (73, vgl. auch Dreher, Ravensburg 72 und Dens., Geschichte 151) folgert, dass bereits Konrad den Schussengau erworben hat, in dem später das welfiische Hauskloster Altdorf-Weingarten errichtet werden sollte (vgl. Oexele, Konrad von Konstanz 28ff.), ließe sich diese Sicht durchaus mit D LdD Nr. 103 vereinbaren. Das Tauschgeschäft spricht ja keineswegs gegen die Möglichkeit weiterbestehender Eigengüter Konradsund seiner Verwandten an anderen Orten derselben Gegend, aus denen sich die Hausmacht der hochmittelalterlichen WELFEN entwickelt haben könnte.
In Verbrüderungsbüchern glaubt man, Konrad zweimal nachweisen zu können (Tellenbach, Welfen). Auf der 1. Seite der NOMINA AMICORUM UIUENTIUM des Reichenauer Codex steht im Anschluß an karolingische Herrscher und ihre Frauen die Sequenz: Heiluuig, Cbuonrat, Ruadolf, Ruadroh, Hemma, Morentio (98A2). Davon dürften der Name Heilwig die Gemahlin des älteren Welf (I) , Chuonrat, Ruadolf und Hemma deren Kinder, Geschwister der Kaiserin Judith , bezeichnen. Für die Identität des Chuonrat mit Konrad und gegen jüngere WELFEN desselben Namens spricht die Zeit des Eintrags, die kurz nach der um 82824 erfolgten Anlage gelegen haben dürfte (Schmid, Probleme einer Neuedition 58; SCOPO). Weniger gesichert erscheint mir die Vermutung, dass Konrad auch im folgenden Eintrag des Gedenkbuches von Pfäfers genannt ist (pag. 165): Pro Rodulfo comite, Rodulf, Raduna, Hemma, Heiluuic, Velf, Chvanrat, Liutfred, Varrat (...). Offenbar steht am Beginn Rudolf, der Sohn der folgenden Rodulf und Roduna; dann sind die Eltern des zweiten Rudolf, Heilwig und Welf (II) genannt. In der Generation des Grafen Rudolf gab es aber Konrad den Jüngeren , den Sohn Konrads, und Konrad , den Bruder Rudolfs und Grafen von Paris. Es muß also mit Chvanrat keineswegs Konrad gemeint sein (anders Tellenbach 337). Der Cuonradus comes im ottonen-zeitlichen Teil des Reichenauer Verbrüderungsbuches (135A') bezeichnet einen Grafen des 10. Jahrhunderts (Schmid, Kuno von Öhningen 83 ff.; Zettler, Studien 18).
Der Beleg der Annales Bertiniani zum November 862 (s.o. S. 167) bietet den terminus post quem für Konrads Tod. Sepp (1 A. 2) gibt ohne Beleg den 16.2.863 als Todestag an (vgl. zuletzt JORDAN 295). In einem St.Galler Necrolog des 10./11. Jahrhunderts ist zum 21. September der Obitus Chuonradi comitis vermerkt (Necrologium monasterii sancti Galli 481), bei dem Dümmler und Wartmann (St. Galler Todtenbuch 68) ebenfalls an Konrad gedacht haben. Die Angabe Wollaschs (210), Konradhabe 864 noch gelebt, beruht auf einem Mißverständnis der Annalen von Saint-Bertin zum Jahr 864 (Annales de Saint-Bertin 111).
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Schmid Karl: Seite 444
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"Gebetsgedenken"
Und was über Etichos Sohn Heinrich im welfischen Erzählgut gesagt wird, trifft nicht weniger trefflich auf Welfs Sohn Konrad den Älterenzu. Als Heinrich wehrhaft und mündig geworden sei, habe er sich ohne Wissen seinenes Vaters zum Kaiser begeben, mit diesem Freundschaft geschlossen und ihm die Lehenshuldigung geleistet, nachdem er das ganze Reich kennengelernt hatte. Auf diese Weise wäre der Bruder der Kaiserin Judith nicht gerade schlecht charakterisiert, der in der Weite des karolingischen Imperiums als kaiserlicher Beauftragter und am Hof des Kaisers als Ratgeber in Erscheinung trat. Dazu kommt, dass der Landgewinn der WELFEN in Oberschwaben durch die Belehnung von seiten des Kaisers, der nach dem Erzählgut Heinrich gelungen sein soll, weit besser in den historischen Kontex der älteren WELFEN paßt. Denn unter LUDWIG DEM FROMMEN haben die WELFEN mit Konrad dem Älteren nachweislich in Oberschwaben festen Fuß gefaßt, während der Schussengau, das Kerngebiet der späteren WELFEN-Herrschaft, noch im Jahre 816 als königlicher Fiskus bezeugt ist. Judiths Bruder Konrad tritt als 1. welfischerGraf und Inhaber von Besitztiteln im Bereich der späteren Kernlande der süddeutschen WELFEN auf, so dass die Forschung die Meinung vertritt, die Heirat Judiths mit LUDWIG DEM FROMMEN habe die Festsetzung der WELFEN in Oberschwaben ermöglicht.
Tatsächlich verlieren sich mit dem Weggang Konrads des Älteren aus dem Reich König Ludwigs des Deutschen im Jahr 859, dem "Epochenjahr" der älteren welfischenGeschichte, die Spuren der WELFEN im O-Frankenreich nach und nach: in Oberschwaben, wo Konrad gewaltet hatte, schneller als in S-Alemannien und in Rätien, wo die Nachfahren des westfränkischen Rudolf wenigstens vorübergehend auftauchen und vielleicht sogar zum Zuge gekommen sind. Über kurz oder lang aber bahnte sich im Osten erneut eine Zeit welfischer Königsferne an, in der jener Zweig des Geschlechtes, der vom großen und berühmten welfischen Sippenkreis in zunehmender Absonderung lebte, neue Wege des Aufstiegs suchen mußte.
Fleckenstein Josef: Seite 119
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"Die Herkunft der Welfen"
Konrad der Ältere und sein Bruder Rudolf waren willige und tatkräftige Helfer ihrer Schwester Judith . Die Quellen kennen beide als einflußreiche consiliarii am H Hofe, die Niederlage und Triumph mit ihrer kaiserlichen Schwester teilten. Vor allem hat Konrad, der ältere der beiden Brüder, obwohl er am Hofe und im Westen des Reiches nicht weniger stark engagiert war, trotzdem dabei die welfischePosition in Schwaben gehalten. Sie bestand allerdings zunächst wohl nur aus den noch nicht gerade umfangreichen welfischen Eigengütern. Ob er auch bereits über Fiskalgüter verfügen konnte, ist unbekannt, wenn auch nicht ohne weiteres ausgeschlossen. Sicher war das Ganze nicht so viel, dass er, nur darauf gestützt, schon mit den mächtigen Geschlechtern Schwabens rivalisieren konnte. Aber es war eine Grundlage, die bei den engen Beziehungen Konradszum Hofe leicht erweitert werden konnte, jedenfalls dann, wenn es im Interesse des Königs lag. Und es kann kein Zweifel bestehen, dass dieses schließlich auch den Ausschlag gab, dass Konradim Januar 839 plötzlich als Graf im Argengau in Erscheinung trat, wo zwei Menschenalter früher sein Vorfahre Ruthard gewaltet hatte. Der neue Machtzuwachs Konrads wurde veranlaßt durch eine Wendung im Kampf LUDWIGS DES FROMMEN gegen seine Söhne, nachdem er erneut eine Vergrößerung der Ausstattung seines jüngsten Sohnes KARL durchgesetzt hatte, die Ludwig der Deutsche vergeblich zu verhindern suchte. Gerade Anfang Januar mit Waffengewalt nach Bayern zurückgeschlagen, war Ludwig gezwungen, Ostfranken und Schwaben wieder aufzugeben; ein Schlag, der zugleich auch seine schwäbischen Anhänger traf.
839 wird Konradein zweites Mal im Argengau erwähnt, noch im gleichen Jahre auch im Eritgau und im Albgau, 844 im Linzgau, 853 schließlich noch im Rheingau. Wir hören nie, dass er etwa auf den Widerstand der ULRICHE gestoßen sei, die doch in deen meisten dieser Gaue begütert waren. Dass es Konradgelang, seine Stellung auch noch zu behalten, als Schwaben 842 wieder dem Reichsteil Ludwigs des Deutschen zugeschlagen wurde, obwohl er sie ursprünglich doch nur dessen Niederlage zu verdanken hatte, mag zum Teil für sein gutes diplomatisches Geschick sprechen, wobei ihm wahrscheinlich auch zustatten kam, dass Ludwig sein Schwager war. Aber Ludwig hat in diesen Jahren überhaupt nur sehr zurückhaltend in Schwaben eingegriffen; wahrscheinlich, weil er der Tatsache Rechnung tragen mußte, dass der Großteil des führenden alemannischen Adels noch weiterhin auf seiten LOTHARS I. stand.
Konrad sah sich denn auch durch den Herrscherwechsel keineswegs zu einer Umorientierung genötigt; vor allem änderte der Wechsel nicht, dass er weiter mit KARL DEM KAHLEN in guter Fühlung blieb. Für ihn, der selbst an den Vorverhandlungen zum Vertrag von Verdun beteiligt war, bedeuteten die Teilreiche offenbar nichts anderes als eben Teile, die auch weiterhin zusammengehörten. So hinderte ihn seine gräfliche Funktion in den Gauen um den Bodensee nicht daran, dass er gleichzeitig Laienabt von Saint-Germain in Auxerre (um 846) und vielleicht ebenda sogar auch Graf wurde.
Seitdem hat Konrad zugleich im Reichsteil Ludwigs des Deutschen wie in dem KARLS DES KAHLEN gewirkt. Es erscheint allerings, dass er sich bald dem Westen stärker als dem Osten gewidmet hat, da er in den schwäbischen Gauen wohl noch erscheint (im Rheingau zuletzt im Jahre 855, im Argengau 856), aber seit 849, also schon bald, nachdem er uns in Auxerre begegnet, in Welfo, zweifellos einem Angehörigen seines Geschlechtes, einen zweiten Grafen neben sich hat, mit dem er wechselweise urkundlich erwähnt ist. Das kann jedoch zunächst nicht mehr als eine Entlastung bedeutet haben, keineswegs etwa eine Ablösung; denn Konrad hat sich ja doch weiter an der Verbindung mit Schwaben festgehalten.
Er hat aber darüberhinaus auch noch versucht, sich im Mittelreich LOTHARS festzusetzen [Robert Parisot nimmt an, dass Konrad überhaupt den Dienst KARLS DES KAHLEN mit dem LOTHARS vertauscht habe. Entscheidend bleibt, dass er und seine Söhne sicich zu dieser Zeit über alle 3 Teilreiche verteilten. Auch verwandtschaftliche Bande verknüpften ihn mit allen 3 Herrschern: Konrad der Ältere war durch seine Schwester Judith Onkel KARLS DES KAHLEN, durcrch seine zweite Schwester Hemma Schwager Ludwigs des Deutschen und durch seine eigene Heirat Onkel Lothars II.]. Und es war ihm im Jahre 853 schon fast geglückt, das Kloster Leberau als Prekarie an sich zu bringen: Im gleichen Jahre richteten die auf der Synode zu Verberie versammelten Bischöfe ein Schreiben an ihn, in dem sie ihm die Entfremdung des Klosters untersagten. Vielleicht ist es ihm aber damals gelungen, den Niederhof in Kolmar, den wir unter den Eigengütern Heinrichs mit dem goldenen Wagen kennengelernt haben, zu erlangen - womit um so mehr gerechnet werden darf, als nach Konrad keiner der frühen WELFEN mehr im Elsaß quellenmäßig greifbar wird.
Diese Bestrebungen sind außerordentlich bedeutsam. Denn sie machen deutlich, wie Konradund seine Söhne über die einzelnen Teilreiche hinweggriffen, wie sie gleichsam die Grenzen aufhoben, weil sie und damit ihr Geschlecht nicht mehr nur einen Teil, sondern im ganzen Reich beheimatet waren.
Bei den WELFEN schien es zunächst, als ob sie durchaus in der Lage wären, sich über alle Sonderungen hinwegzusetzen. Selbst als KARL DER KAHLE, der Neffe Konrads, der diesem die frühere Hilfe jetzt durch seine Förderung vergalt, plötzlich in Bedrängnis geriet und eine Adelsopposition, an deren Spitze alte Rivalen der WELFEN standen [An der Spitze der Opposition standen die Verwandten der Gemahlin KARLS DES KAHLEN Irmintrud, die Familie der Grafen Adalhard.], 858 Ludwig den Deutschen ins Land rief, gewannen Konrad und seine Söhne diesem Wechsel der Dinge sogleich die für sie vorteilhafteste Seite ab. Gestützt auf ihre Beziehungen zu Ludwig dem Deutschen, dem Konradja als Graf in Schwaben ohnehin unterstand, schlugen sie sich einfach auch hier auf seine Seite. Trotz dieses offenkundigen Treubruchs gegenüber KARL DEM KAHLEN nahmen sie indessen auch zu ihm die Verbindung wieder auf, was ihnen Ludwig der Deutsche auch noch selbst ermöglichte, indem er die SöhneKonrads, Konrad den Jüngeren und Hugo , beauftragte, seinen nach Burgund entflohenen Bruder dort zu überwachen. Während aber im Westreich, nach dessen Krone Ludwig bereits griff, die Unzufriedenheit mit dem herbeigerufenen ostfränkischen Herrscher wuchs, gingen die WELFEN plötzlich im Januar 859 offen zu KARL DEM KAHLEN über und fielen dem ahnungslosen Ludwig dem Deutschen in den Rücken. Indem sie seinen Eroberungszug zum Scheitern brachten, retteten sie KARL DEM KAHLEN die Krone.
Im Januar 859 haben die WELFENdurch ihre radikale Schwenkung eine Entscheidung herbeigeführt, die für ihr eigenes Schicksal bestimmend wurde. Der Schwenkung lag ohne Zweifel eine nüchterne Berechnung ihres größeren Vorteils zugrunde. Und der Lohn, den sie von KARL DEM KAHLEN erhoffen durften, blieb in der Tat nicht aus. Aber die Rechnung ging dennoch nur zur Hälfte auf. Konnten sie vorher noch die Teilreichsgrenzen ignorieren und ihre Besitzungen, wo immer sie lagen, einheitlich zusammmmenfassen, so war ihnen diese Möglichkeit fortan genommen, da sie die Freundschaft KARLS DES KAHLEN auf diese Weise nur um den Preis der Feindschaft Ludwigs des Deutschen neu erworben hatten. Das aber bedeutet, dass der Gewinn im Westen im Osten zu bezahlen war.
Wenn Konrad der Ältere jetzt verständlicherweise seine Grafschaften in Schwaben verlor, so mochte er selbst vielleicht noch den Verlust verschmerzen, da sein Einfluß im Reich KARLS DES KAHLEN entsprechend gestiegen war. Aber Welf, der neben ihm als Graf im Argen-, Linz-, Alb- und Rheingau hervorgetreten war und seine Stellung mit ihm zugleich verlor, blieb ohne entsprechende Entschädigung, die natürlich nur im Westreich zu erwarten war.



oo Adelheid von Tours, Tochter des Grafen Hugo, Schwägerin Kaiser LOTHARS I.
- nach 866



Kinder:

Welf I. Graf im Argen- und Linzgau (- vor 876)

Hugo "der Abt" (-12.6.886)

Konrad II. Graf von Auxerre (- vor 876)
Stammvater der Könige von Burgund

Rudolf (- früh verstorben)


Literatur:
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Borgolte Michael: Die Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit. Eine Prosopographie. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1986 Seite 142,147,165-170,200,214,227,259,289 - Borgolte Michael: Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischer Zeit. Vorträge und Forschungen Sonderband 31 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1984 Seite 75,147,167,169,187,193-195, 238,242,254 - Boshof Egon: Ludwig der Fromme. Primus Verlag Darmstadt 1996 Seite 180,183,186 - Dümmler Ernst: G Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band I Seite 59, 176,421,465,485,518 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag 1993 Seite 2 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992 Seite 120,129 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983 Seite 262,444- Schneidmüller Bernd: Die Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 50,53,58,59, 61-66,117 -

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euweb.dir\welf1.html

A2. Conrad I, Ct of Paris and Auxerre, +after 862; m.Aelis, dau.of Ct Hugo of Tours 
Conrad I Count of Auxerre (I35217)
 
49
Count of Arles

also Thibaud. Count of Arles and Vienne



euweb.dir/boson.html

B1. Theobald/Theodebert, Cte d'Arles (879-895), *ca 860, +895; m.879 Berthe of Lotharingia (*866 +925)




Mittelalter DE.dir\theotbald_graf_von_arles_+_um_895.html

Theotbald Graf von Arles
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- um 895
Sohn des Grafen Hugbert von Arles


Theotbald war ein bedeutender und einflußreicher Magnat in der Provence.



um 880
oo 1. Berta, illegitime Tochter von König Lothar II.
863-8.3.925
Regentin 915, besaß bis zuletzt großen Einfluß.
895/98
2. oo Adalbert II. der Reiche von Lucca
-17.8.915



Kinder:
Boso III. Graf von Arles
885- 935
Theutberga
-

oo Werner Graf von Troyes
-6.8.924

Hugo der Böse König von Italien
880-10.4.947



(Thibaut), 1° mari 
ARLES, Théodebald 'le Riche' d' Cte d'Arles (879-895) (I27520)
 
50
Count of Besalu, Gerona, Osona, Urgel, & Cardena

Décès : peu après le 21 Août 897.
Profession : Comte de Barcelone, Besalu, Girona, Ausona, Urgel & Cerdagne de 878 à 898


Wife uncertain



euweb.dir/barcelona1.html

B1. Wifredo I "el Velloso" "the Hairy", Ct of Barcelona (878-897), Besalu, Girona, Osona, Urgel & Cerdagne, +23.8.897; m.877 Winilda of Ampurias /OR Guinidilda N [according to Michael Raffin's sources she was Guinihilde of Flanders
BARCELONA, Wilfredo I 'Le Velu, el Velloso, the Hairy' of (I27560)
 

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